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Inselportrait das NDR als Kurzfilm

Zur Hansezeit ein Piratennest, heute Seeheilbad und Paradies für Seevögel: Impressionen von der schroffen Felseninsel in der Nordsee. (Quelle: VIDICOM).

» zum Film ......   (ca. 47 Sek.)

 

Einzigartige Flora und Fauna

Der Buntsandstein sowie Muschelkalk und Kreide stellen einen einmaligen Besiedlungsgrund für eine einzigartige Flora und Fauna dar. Aufgrund der extremen Lage Helgolands haben sich hier Pflanzen und Tiere  angesiedelt, die als Gesamtheit in der südöstlichen Nordsee einmalig sind. Als Besonderheit kommen hier einige einheimische Wildformen unserer Kulturpflanzen vor. Die wilde Rübe ist z.B. Ahne unserer heutigen Zuckerrübe, der Runkelrübe, der Roten Beete und des Mangolds. Der Klippenkohl ist Vorfahr vieler Kohlsorten.
Ein ganz besonderes Ereignis gibt es am Nordstrand der Düne zu sehen. Hier befindet sich ein Ruheplatz für Seehunde und Kegelrobben, die man aus respektvoller Entfernung beobachten kann. Außerdem brüten hier Watvögel und Möwen.

Brütende Seevögel

Vor allem im Frühjahr und im Herbst ist Helgoland Rastplatz für Zigtausende von Zugvögeln. Sie werden von den Mitarbeitern der "Vogelwarte Helgoland" abgefangen, beringt, vermessen, gewogen und auf die Weiterreise geschickt. Auf Deutschlands einzigem Vogelfelsen, dem Helgoländer Lummenfelsen, lassen sich jedes Jahr von April bis September Verhalten und Brutbiologie einer Seevogelkolonie mit mehr als 5.000 Vogelpaaren beobachten.

Der Baßtölpel ist der größte Seevogel des Nordatlantiks. Man erkennt ihn an den schwarzen Flügelspitzen und dem rahmgelben Kopf. Er verbaut u.a. Kunststoffreste und Plastikschnüre als Nestmaterial. Die klippenbrütenden Seevögel lassen sich in der Brutzeit von März bis August gut vom Klippenrandweg aus beobachten.

Die Trottellumme ist der Charaktervogel Helgolands. Gut 2000 Trottellummen-Paare brüten auf Helgoland, die meisten auf dem Lummenfelsen. Ab Mitte April besetzen die Lummen ihre angestammten Brutplätze auf dem Felsen. Die Jungen werden  20 bis 25 Tage lang von ihren Eltern mit Kleinfischen gefüttert. Noch im Daunenkleid und flugunfähig verlassen sie mit einem Sprung in die Tiefe den Felsen und landen im Wasser. Dieser "Lummensprung", der in der Abenddämmerung von Anfang Juni bis Juli beobachtet werden kann, ist ein atemberaubendes Naturschauspiel.

Die Dreizehenmöwe baut auf kleinen Felsvorsprüngen Nester aus Tang, Algen und Grashalmen. Die Jungvögel bleiben bis Ende August auf den engen Nistplätzen. Im September verlassen sie die Insel, um auf dem Nordatlantik zu überwintern.

Der Tordalk ähnelt im Aussehen und in der Lebensweise der Lumme. Sein schwarzes Gefieder ist jedoch glänzender und sein breiter von weißen Binden und Wülsten durchzogener Schnabel wirkt klobiger. Brutpaare gibt es seit jeher nur in geringer Anzahl auf Helgoland.

Der Eissturmvogel ist seit 1972 auf Helgoland heimisch. Er ist ein naher Verwandter der Albatrosse. Vom Klippenwanderweg aus lassen sich Altvögel und Jungenaufzucht gut beobachten.

 

 

Nationaler Geotop

Die rote Felseninsel Helgoland als "geologischer Aufschluss im Meer" ist ein Wahrzeichen Deutschlands.

Im Mai 2006 wurde Helgoland von der Akademie für Geowissenschaften zu Hannover und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung als einer von 77 bedeutenden Geotopen Deutschlands ausgezeichnet.

 

 

planeterde

Als Dokumente der Erd - u. Lebensgeschichte sind Geotope von hohem Wert, insbesondere, wenn sie - wie auf Helgoland - durch Tourismus einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden. Zusätzlich verlieh das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Logo "planeterde - Welt der Geowissenschaften"

 

 

Vogelkiek auf Helgoland

Auf dem Roten Felsen gibt es
mehr als 400 Vogelarten

VON HELMUT HEIGERT

 

Ein kräftiger Südwestwind bläst die Brandung an den roten Felsen. Die Luft im
Nachthimmel über Helgoland ist voller Vogelstimmen. Im Lichtschein des Leuchtturms sind Hunderte Vögel zu sehen. Allerdings trüben feineRegentropfen den Blick durch das Fernglas. „Wenn das Wetter schlechter wird, nutzen viele Zugvögel die Insel als Notlandeplatz“, sagte Ommo Hüppop, Leiter der Vogelwarte Helgoland.


Nicht nur Zugvögel landen im Frühjahr und Herbst auf Deutschlands einziger
Hochseeinsel mitten in der Nordsee. Auch Vogelfreunde kommen zum Vogelkiek auf den Roten Felsen. Denn die Lage der Insel 50 Kilometer von der Küste entfernt bietet in Deutschland einzigartige Bedingungen zur Vogelbeobachtung. Rund 400 Vogelarten sind auf Helgoland schon beobachtet worden - „mehr als irgendwo sonst in Mitteleuropa“, fügt Hüppop hinzu.

Der Vogelzug

Nach Angaben des Wissenschaftlers hängt der Vogelzug vom Wetter ab. Im Frühjahr nutzen die Vögel Winde aus südwestlichen Richtungen, um von Afrika über die iberische Halbinsel bis zu ihren Brutplätzen nach Skandinavien und Sibirien zu fliegen. Im Herbst bieten Rückenwinde aus Nordost ideale Flugbedingungen. Normalerweise überqueren die Zugvögel nachts nonstop die Deutsche Bucht. Doch tritt während der Zugzeit plötzlich Nebel oder Nieselregen auf, legen vor allem geschwächte Vögel auf dem Eiland eine Zwischenlandung ein. An manchen Tagen rasten Tausende Amseln, Rotkehlchen, Heckenbraunellen und Mönchsgrasmücke auf der Insel. „Allein im Fanggarten unserer Vogelwarte können dann mehrere Tausend Drosseln Zuflucht suchen“, sagt Biologe Felix Jachmann.

Bis zu 25.000 Vögel werden jährlich in dem 1911 angelegten Fanggarten der
Vogelwarte wissenschaftlich untersucht und mit Erkennungsringen versehen.
Insgesamt wurden schon mehr als 600.000 Vögel aus 200 Arten auf Helgoland beringt. Denn auf dem Roten Felsen machen nicht nur Zugvögel Station, sondern zahlreiche Küstenvögel brüten auch auf der Insel.

Invasion der Seevögel

Vor allem im Frühjahr ist auf dem Lummenfelsen die Hölle los. In dem kleinsten
Naturschutzgebiet Deutschlands halten sich zur Brutzeit mehr als 30.000 Seevögel auf.
Hauptattraktionen für die Vogelfreunde sind außer den Trottellummen und
unterschiedlichen Möwenarten die Basstölpel. Seit 1980 erstmals wieder Tölpel auf der Hochseeinsel auftauchten, ist die Zahl auf rund 40 Brutpaare angestiegen. Die großen weißen Vögel sind auch für Naturfotografen ein beliebtes Motiv. Jachmann: „An manchen Tagen tummeln sich am Lummenfelsen mehr Fotografen als am Rande eines Bundesligaspiels.“

 

Der Artikel stammt aus dem Magazin "Land & Meer" , dem Magazin für den Aktivurlaub an der Küste. Viele weitere interessante Beiträge finden Sie unter » www.landundmeer.de. 

 

 

 

Infokasten - Vogelbeobachtungen

Der Vogelzug ist auf Helgoland am besten von Ende April bis Anfang Juni und im
September und Oktober zu beobachten.

Während der „Lummentage“ im Juni informieren Mitarbeiter der Vogelwarte direkt am Felsen über die brütenden Vögel. Außerdem bieten Mitglieder des Vereins Jordsand Führungen zum Lummenfelsen und über die Nachbarinsel Düne an.

Ein weiterer Höhepunkt sind die Helgoländer Vogeltage im Herbst. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Wettkampf namens „Bird Race“ versuchen Teams aus Laien und Experten, möglichst viele Vogelarten vor ihre Ferngläser zu bekommen. Alle besonderen Zugvögel werden registriert und auf der Homepage der Ornithologischen Arbeitsgemeinschaft Helgoland » www.oag-helgoland.de ins Internet gestellt.


Außerdem bietet die Vogelwarte Helgoland Seminare und Führungen durch den
Fanggarten an, Tel.: 04725/640 20, » www.vogelwarte-helgoland.de.

Ein beliebter Treffpunkt für Vogelfreunde ist das Infozentrum Helgoland der Vereins Jordsand, Hummerbude 34–35, Tel.: 04725/77 87, » www.jordsand.de.

Und zu den Helgoländer » Lummentagen bietet die Helgoland-Touristik spezielle Arrangements an, Tel.: 04725 / 206799 (Festnetztarif)

Nordseeaquarium

Einen Blick in die Unterwasserwelt bietet das Nordseeaquarium. Kleine Haie, Kabeljau, Plattfische, Krebse und viele kleine Meeresbewohner tummeln sich hier in 19 großen Becken.

 

 

 

 

 

 

Themenpfad Natur

Wer sich genauer über die Flora und Fauna Helgolands informieren möchte, sollte sich die Zeit nehmen, den Themenpfad Natur entlangzulaufen. Auf großen Tafeln im Unterland und Pyramiden im Oberland kann der Besucher der Insel viel Wissenswertes über die Pflanzen und Tiere der Insel erfahren.

Die Helgoland- Touristik hält für Sie eine kostenlose Broschüre bereit

Für Feinschmecker

Dem Feinschmecker hat Helgoland etwas ganz Besonderes zu bieten: fangfrischen Hummer. Er ist die Delikatesse auf der Hochseeinsel, die darüberhinaus aber auch noch andere kulinarische Köstlichkeiten zu bieten hat.

» Helgoland kulinarisch

"Fest-Land"

Verschiedene kulturelle, sportliche und feierliche Anlässe haben einen festen Platz im Veranstaltungskalender. Man trifft sich und feiert - natürlich mit und für die Gäste.

» Aktuelle Veranstaltungen

Robbenbaby-watching

Erleben Sie die Geburt und Aufzucht der jungen Kegelrobben aus nächster Nähe.

In den Wintermonaten November – Dezember kommen an den weißen Stränden Helgolands die Robbenbabys zur Welt. Man kann sich am Strand der Helgoländer Badedüne den Tieren bis auf 30 Meter nähern. So nah, wie wohl nirgendwo in Deutschland.

» » Erlebnisangebot     mehr......

 

 

 

Patenschaften für Kegelrobben

Um die ehrenamtliche Arbeit des Vereins Jordsand e.V. (» » www.jordsand.de) zu unterstützen, wurde die Idee der Patenschaft für die Helgoländer Kegelrobbenbabys ins Leben gerufen.

Nach dem guten Erfolg (knapp 100 Patenschaften) der vergangenen Wurfsaison werden auch in diesem Winter erneut Kegelrobbenpatenschaften vergeben. Mit einem einmaligen Beitrag von 50 Euro  unterstützt der Pate die ehrenamtliche Arbeit des Vereins Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V., der sich – gemeinsam mit dem „Seehundsjäger“ Rolf Blädel – in vorbildlicher Weise um die Robben kümmert und so zum Schutz der Tiere beiträgt.

Die Anmeldung für eine Patenschaft (einmalig 50 Euro) erfolgt ausschließlich über Frank Gutzke, Referent und Stationsleiter des Vereins Jordsand auf Helgoland

(Tel. 04725-7787 oder Email: f.gutzke@aol.com )

Es besteht zudem die Möglichkeit, sich für eine bestimmte Patenschaft (Beispiel: Nr. 36 für die 36. Geburt eines Kegelrobbenbabys) anzumelden. Die Namensvergabe erfolgt in Abhängigkeit vom Geburtsort des kleinen Keglers. Der Name von am Nordstrand geborenen Kegelrobben beginnt mit einem „N“, bei Geburten auf der Aade (Kieselstrand am Ostteil der Düne) beginnt der Name mit einem “A“.

Der Pate erhält eine Patenschafts – Urkunde. Auf Wunsch kann auch eine Spendenquittung ausgestellt werden.

Spendenkonto des Vereins Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e. V. :

Kto. 90020670, Sparkasse Holstein BLZ  21352240

Wer „sein“ Patenbaby persönlich in Augenschein nehmen will, nimmt an einer kostenlosen Führung zu den Kegelrobben teil:

Vom 1. Dezember bis 10. Januar  täglich.

Treffpunkt ist jeweils um 10.10 am Anleger auf der Düne (10 Uhr Dünenfähre).