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Robben
Ein tierisches Naturschauspiel

Möchten Sie putzigen Robben einmal richtig nahe kommen? Bis auf 30 Meter dürfen Sie auf Helgoland an die Meeressäuger heran. An Menschen, gebührenden Abstand vorausgesetzt, sind die Tiere auf der Nordseeinsel gewöhnt. Für Touristen und insbesondere Fotografen ist das ein einmaliger Anblick. Vor allem, wenn die Kegelrobben auf der vor Wind geschützten Düne ihre Jungen zur Welt bringen. Ein Naturschauspiel auf der Hochseeinsel. Zwei verschiedene Robbenarten gibt es auf Helgoland: Seehunde und Kegelrobben.

Das größte Raubtier Deutschlands: Kegelrobben auf Helgoland

In Deutschland hat die Kegelrobbe einen besonderen Status: Sie ist Deutschlands größtes Raubtier. Nach einem Besuch auf Helgoland dürfen Sie mit Fug und Recht behaupten, es gar aus der Nähe begutachtet zu haben. Die Kegelrobbe gehört zur Familie der Hundsrobben. Verbreitet ist das Säugetier von Norwegen bis zur Ostküste Amerikas. Dabei hält es sich gerne in Küstennähe auf, ist allerdings auch fähig, weite Strecken zu schwimmen. Kegelrobben werden an Land bis zu 20 km/h schnell, im Wasser können sie sogar auf bis zu 40 km/h beschleunigen. Ihren Nahmen erhielt die Kegelrobbe aufgrund ihrer Zähne. Die sind kegelförmig und äußerst spitz. Ihr Nahrungsspektrum deckt nahezu alle Fischarten ab. Pro Tag fängt ein Tier eine Menge von fünf bis zehn Kilogramm Fisch. Bei der Jagd helfen ihnen die Vibrissen. Mit diesen Barthaaren finden sie sich unter Wasser besser zurecht als mit ihren Augen. Ihre Lebenserwartung beträgt durchschnittlich 35 Jahre.

Putzig und in der Überzahl: Seehunde auf Helgoland

Seehunde gehören ebenfalls zur Familie der Hundsrobben und sind die kleinere der beiden in der Nordsee vorkommenden Robbenarten. Seehunde sind weiter verbreitet als Kegelrobben und auf der Nordhalbkugel sind der Atlantik und der Pazifik ihr Zuhause. Ausgewachsene Tiere fressen ausschließlich Fische, etwa Sardinen, Heringe, Lachse und Dorsche. Im Wattenmeer gehören hauptsächlich Plattfische und Grundeln auf den Speiseplan. Bis zu drei Tage gehen sie dafür auf die Jagd und schwimmen dazu dutzende Kilometer hinaus in die Nordsee.

Im Wattenmeer und auch auf der Helgoland-Düne machen Seehunde dann auch ebenso lange Rast, bevor die Jagd erneut beginnt. Jungtiere hingegen fressen vor allem Krebse, Garnelen und Weichtiere wie Würmer, Schnecken, und Muscheln. Seehunde haben dreigespitzte Zähne, die ihnen erlauben, Krustentiere und Muscheln zu knacken  Helgoland ist für ungestörte Ruhepausen genauso wie für die Geburt des Nachwuchses wie gemacht: Im Gegensatz zu vielen kleineren Sandbänken ist die Düne vor Wind geschützt und bietet den Tieren ausreichend Raum zum Leben. Auf der Insel beobachten Besucher aufgrund ihrer zahlenmäßigen Überlegenheit also überwiegend Seehunde.

Highlight auf Helgoland: Seehundbabys im Wattenmeer

Tier- und Naturliebhaber bekommen auf Helgoland wahrlich etwas zu sehen: Jedes Jahr von Mai bis Juli werden die Seehundbabys geboren, im Wattenmeer fast immer auf den Sandbänken. Wir sehen die Jungtiere also erst, wenn die mit ihren Müttern wandern. Für Gäste auf der Insel ist das ein einmaliger Anblick und viele Fotografen versammeln sich auf der Insel, um diese Wanderung zu fotografieren und festzuhalten. Die Jungtiere müssen innerhalb weniger Stunden schwimmen können, deshalb legen sie die Lanugo (eine Schutzschicht für die Haut) während des Geburtsvorganges bzw. kurz davor im Mutterleib ab. Sie liegen also mit dem beige-grauen Schwimmfell zwischen den Müttern und sind nur durch die Größe zu unterscheiden. Vier bis fünf Wochen werden die Jungtiere an Land gesäugt, danach sind sie auf sich alleine gestellt. Ist das Jungtier abgestillt, kann sich die Mutter wieder paaren. Dies passiert im Wasser, nach einem Jahr wird ein neues Jungtier geboren.

Erlebnis zur Weihnachtzeit: Robbenbabys auf der Nordseeinsel

Kegelrobben bringen ihren Nachwuchs etwas später im Jahr zur Welt, nämlich zwischen Dezember und Januar. Wer Weihnachten auf Helgoland feiert, wird also auch in der kälteren Jahreszeit mit einem einmaligen Anblick beschert. Die Paarung der Kegelrobben findet bereits rund zwei Wochen nach der Geburt des aktuellen Jungtieres statt. Nachdem das Jungtier abgestillt ist, geht die Mutter zurück ins Meer und frisst sich wieder eine ordentliche Speckschicht an. Wenn ihre Energiereserven wieder aufgeladen sind, entwickelt sich der Embryo ca. elf Monate, zwei Monate davon liegt er allerdings in Eiruhe.

Das Jungtier wird dann an Land zur Welt gebracht. Die Mutter säugt den Welpen mehrfach am Tag. Einige Mütter bleiben dauerhaft bei ihren Jungtieren, andere lassen sie auch über einige Stunden alleine liegen. Die Weibchen fressen während dieser Zeit nicht.  Wenn das Jungtier nach zwei bis drei Wochen abgestillt wird, lässt die Mutter ihr Junges am Strand zurück. Nach ungefähr zwei Wochen (mit bis zu 40kg) geht auch der Welpe ins Meer und lernt das Jagen per Instinkt. Mittlerweile hat das Jungtier sein Lanugo nach und nach abgeworfen und trägt ein Schwimmfell, wie man es auch bei den adulten Tieren sieht.

Was ist der Unterschied zwischen Seehund und Robbe?

Alle Seehunde sind Robben, aber nicht alle Robben sind Seehunde. Denn die Bezeichnung „Robbe“ ist der Oberbegriff für verschiedene Arten. Zwei davon gibt es an der deutschen Nordseeküste und auf Helgoland: Seehunde eben und Kegelrobben.

Sind Seehunde mit dem Hund verwandt?

Viel haben die Meeresbewohner mit unseren Haustieren gemeinsam: Sowohl Hunde als auch Seehunde sind Raubtiere. Ihr Verhalten ist ähnlich und Seehunde gelten als ähnlich lernfähig wie die Vierbeiner. Seehunde gehören zur Familie der Hundsrobben, sie sind die kleinere der beiden in der Nordsee vorkommenden Robbenarten. Seehunde sind weiter verbreitet als Kegelrobben und deswegen an der deutschen Küste häufiger anzutreffen.

Darf ich Robben und Seehunde auf Helgoland streicheln?

Nein, die größten Raubtiere Deutschlands sind Wildtiere, sie sind uns körperlich stark überlegen. Wir bitten jeden Gast darum, 30 Meter Mindestabstand sowohl zu den Kegelrobben als auch zu den Seehunden zu halten. Wir wollen so die Gäste schützen, aber auch die Robben, die an die Strände kommen, um sich auszuruhen.

Kann man verschiedene Robbenarten unterscheiden?

Seehunde und Kegelrobben kann man sehr gut anhand der Felle auseinanderhalten. Auch die Kopfform und die Zähne sind verschieden. Das deutlichste Erkennungsmerkmal ist die Nase. Bei Kegelrobben ist sie lang zulaufend und die Nasenlöcher liegen parallel zueinander. Dies gibt ihnen ein „gröberes“ aussehen. Die Seehunde haben eine kurze Nase (etwa wie ein Hund) und die Nasenlöcher stehen v-förmig zueinander. Dies lässt die Nase aussehen wie ein Herz.

Kann ich einzelne Seehunde unterscheiden?

Wenn man Seehunde genau beobachtet, kann man unterschiedliche Muster im Fell erkennen. Die Tiere haben einen hellen Bauch, der zu den Seiten hin durch graue Punkte immer dichter besetzt ist. Dadurch sind die Tiere auf dem Rücken beinahe dunkelgrau. Männchen und Weibchen lassen sich durch die Fellfarbe nicht/kaum unterscheiden.

Wann werden die Robben und Seehunde auf Helgoland geboren?

Die Kegelrobbenbabys kommen auf Helgoland zwischen Dezember und Januar zur Welt. Die Seehundbabys zwischen Mai und Juli.

Warum sehen manche Seehunde so krank aus?

Seehunde sind sehr anfällig für Lungenwürmer. Diese nehmen sie über den Fisch auf, den sie fressen. Die Würmer lagern sich in der Lunge ab und es kommt zu einer Lungenentzündung. Dadurch husten die Tiere Blut, dieses wird durch die Flossen verschmiert und das Gesicht wirkt rosa. Es entsteht auch ein Buckel und die Tiere haben starken Durchfall.
Seehunde sind allgemein anfälliger für Krankheiten und Verletzungen, die Sterblichkeit ist deswegen in den ersten beiden Lebensjahren sehr hoch. Liegen die Tiere an den Stränden, kann man dies oft deutlich sehen.

Kann man männliche und weibliche Kegelrobben unterscheiden?

Männchen und Weibchen kann man voneinander unterscheiden, indem man sich ihr Fell anschaut. Männchen haben meist ein dunkles Fell mit wenigen hellen Flecken, die Weibchen dagegen haben eine helle Grundfarbe mit dunklen Flecken. Auch die Köpfe sind bei beiden unterschiedlich. Während das Weibchen eine filigrane Nase mit einer leicht nach oben gezogenen Spitze hat, wirkt die Nase des Männchens massiv und fleischig, der Nasenrücken ist nach oben gebogen. Die Männchen werden auch deutlich schwerer und größer als die Weibchen. Diese Unterschiede nennt man Geschlechtsdimorphismus.

Führungen zu den Kegelrobben auf der Düne

ab April 2018
Naturkundliche Strandführungen des Vereins Jordsand zum Schutze der Seevögel und Natur e. V. täglich außer montags.
Infos und Tickets in der Hummerbude am Binnenhafen
Öffnungszeiten täglich (außer montags):
9:30 bis 12:00 Uhr sowie 13:00 bis 16:00 Uhr.
Wind und Wetter sowie Änderungen vorbehalten!

Kegelrobbenpatenschaften

Um die ehrenamtliche Arbeit des Vereins Jordsand (www.jordsand.de) zu unterstützen, wurde vor einigen Jahren die Idee der Patenschaft für die Helgoländer Kegelrobbenbabys ins Leben gerufen.
Alle Informationen dazu finden hier.

Informationen zu den Kegelrobben

Informationen zu den Kegelrobben

Aktuelle Flyer kostenlos in der Helgoland-Touristik erhältlich.

Alle Informationen zu Kegelrobbenpatenschaften

Alle Informationen zu Kegelrobbenpatenschaften

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