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Robben

Erleben sie die einmalige Natur auf Helgoland

Was sind Seehunde?

Seehunde gehören zur Familie der Hundsrobben, sie sind die kleinere der beiden in der Nordsee vorkommenden Robbenarten.
Seehunde sind weiterverbreitet als Kegelrobben und deswegen an der deutschen Küste häufiger anzutreffen.

Was fressen Seehunde?

Seehunde haben dreigespitzte Zähne, mit denen sie sehr gut Krustentiere und Muscheln knacken können. Sie ernähren sich aber auch von Fisch, im Wattenmeer gehören hauptsächlich Plattfische und Grundeln auf den Speiseplan.

Kann ich einzelne Tiere unterscheiden?

Wenn man Seehunde genau beobachtet, kann man unterschiedliche Muster im Fell erkennen. Die Tiere haben einen hellen Bauch, der zu den Seiten hin durch graue Punkte immer dichter besetzt ist. Dadurch sind die Tiere auf dem Rücken beinahe dunkelgrau. Männchen und Weibchen lassen sich durch die Fellfarbe nicht/kaum unterscheiden.

Wann kommen die Seehundbabys?

Von Mai bis Juli werden die Seehundbabys geboren, im Wattenmeer fast immer auf den Sandbänken. Wir sehen die Jungtiere also erst, wenn die mit ihren Müttern wandern. Die Jungtiere müssen innerhalb weniger Stunden schwimmen können, deswegen legen sie die Lanugo während des Geburtsvorganges bzw. kurz davor im Mutterleib ab. Sie liegen also mit dem beige-grauen Schwimmfell zwischen den Müttern und sind nur durch die Größe zu unterscheiden. Vier bis fünf Wochen werden die Jungtiere an Land gesäugt, danach sind sie auf sich alleine gestellt. Ist das Jungtier abgestillt, kann sich die Mutter wieder paaren. Dies passiert im Wasser, nach einem Jahr wird ein neues Jungtier geboren.

Warum sehen manche Seehunde so krank aus?

Seehunde sind sehr anfällig für Lungenwürmer. Diese nehmen sie über den Fisch auf, den sie fressen. Die Würmer lagern sich in der Lunge ab und es kommt zu einer Lungenentzündung. Dadurch husten die Tiere Blut, dieses wird durch die Flossen verschmiert und das Gesicht wirkt rosa. Es entsteht auch ein Buckel und die Tiere haben starken Durchfall.
Seehunde sind allgemein anfälliger für Krankheiten und Verletzungen, die Sterblichkeit ist deswegen in den ersten beiden Lebensjahren sehr hoch. Liegen die Tiere an den Stränden, kann man dies oft deutlich sehen.

Kann man die Arten unterscheiden?

Seehunde und Kegelrobben kann man sehr gut anhand der Felle auseinanderhalten. Auch die Kopfform und die Zähne sind verschieden. Das deutlichste Erkennungsmerkmal ist die Nase. Bei Kegelrobben ist sie lang zulaufend und die Nasenlöcher liegen parallel zueinander. Dies gibt ihnen ein „gröberes“ aussehen. Die Seehunde haben eine kurze Nase (etwa wie ein Hund) und die Nasenlöcher stehen v-förmig zueinander. Dies lässt die Nase aussehen wie ein Herz.

Kann man die Tiere mal streicheln?

Nein, die größten Raubtiere Deutschlands sind Wildtiere, sie sind uns körperlich stark überlegen. Wir bitten jeden Gast darum, 30 Meter Abstand sowohl zu den Kegelrobben als auch zu den Seehunden zu halten. Wir wollen so die Gäste schützen, aber auch die Robben, die an die Strände kommen, um sich auszuruhen.

Was sind Kegelrobben?

Die Kegelrobbe ist ein im Meer lebendes Säugetier und gehört zur Familie der Hundsrobben. Verbreitet ist sie von Norwegen bis zur Ostküste Amerikas. Dabei halten sie sich gerne in Küstennähe auf, sind allerdings auch fähig, weite Strecken zu schwimmen.
Die Kegelrobbe ist Deutschlands größtes Raubtier. Sie wird an Land bis zu 20 km/h schnell, im Wasser kann sie sogar auf 40 km/h beschleunigen. Die Zähne der Kegelrobben sind kegelförmig und sehr spitz, dadurch bekam diese Robbenart ihren Namen.

Was fressen Kegelrobben?

Ihr Nahrungsspektrum deckt nahezu alle Fischarten ab. Pro Tag fängt ein Tier eine Menge von fünf bis zehn kg Fisch. Einige Kegelrobbenbullen jagen und fressen allerdings auch gerne mal Seehunde, Schweinswale und Jungtiere der eigenen Art. Hierbei werden mit Vorliebe der „Blubber“ (das Unterhautfettgewebe) und das Muskelgewebe der Tiere verzehrt.
Bei der Nahrungsaufnahme helfen ihnen die Vibrissen. Mit diesen Barthaaren finden sie sich unter Wasser besser zurecht als mit ihren Augen.

Kann man die Tiere unterscheiden?

Männchen und Weibchen kann man voneinander unterscheiden, indem man sich ihr Fell anschaut. Männchen haben meist ein dunkles Fell mit wenigen hellen Flecken, die Weibchen dagegen haben eine helle Grundfarbe mit dunklen Flecken. Auch die Köpfe sind bei beiden unterschiedlich. Während das Weibchen eine filigrane Nase mit einer leicht nach oben gezogenen Spitze hat, wirkt die Nase des Männchens massiv und fleischig, der Nasenrücken ist nach oben gebogen. Die Männchen werden auch deutlich schwerer und größer als die Weibchen. Diese Unterschiede nennt man Geschlechtsdimorphismus.

Wie funktioniert das mit dem Nachwuchs?

Die Paarung der Kegelrobben findet bereits ca. zwei Wochen nach der Geburt des aktuellen Jungtieres statt. Nachdem das Jungtier abgestillt ist, geht die Mutter zurück ins Meer und frisst sich wieder eine ordentliche Speckschicht an. Wenn ihre Energiereserven wieder aufgeladen sind, entwickelt sich der Embryo ca. elf Monate, zwei Monate davon liegt er allerdings in Eiruhe.
Das Jungtier wird dann an Land zur Welt gebracht. Es trägt ein langes Fell, das weiß bis hellgrau ist – die sogenannte Lanugo. Die Mutter säugt den Welpen mehrfach am Tag. Einige Mütter bleiben dauerhaft bei ihren Jungtieren, andere lassen sie auch über einige Stunden alleine liegen. Die Weibchen fressen während dieser Zeit nicht. Wenn das Jungtier nach zwei bis drei Wochen abgestillt wird, lässt die Mutter ihr Junges am Strand zurück. Nach ungefähr zwei Wochen (mit bis zu 40kg) geht auch der Welpe ins Meer und lernt das Jagen per Instinkt. Mittlerweile hat das Jungtier sein Lanugo nach und nach abgeworfen und trägt ein Schwimmfell, wie man es auch bei den adulten Tieren sieht.

Führungen zu den Kegelrobben auf der Düne

ab April 2018
Naturkundliche Strandführungen des Vereins Jordsand zum Schutze der Seevögel und Natur e. V. täglich außer montags.
Infos und Tickets in der Hummerbude am Binnenhafen
Öffnungszeiten täglich (außer montags):
9:30 bis 12:00 Uhr sowie 13:00 bis 16:00 Uhr.
Wind und Wetter sowie Änderungen vorbehalten!

Kegelrobbenpatenschaften

Um die ehrenamtliche Arbeit des Vereins Jordsand (www.jordsand.de) zu unterstützen, wurde vor einigen Jahren die Idee der Patenschaft für die Helgoländer Kegelrobbenbabys ins Leben gerufen.
Alle Informationen dazu finden hier.

Informationen zu den Kegelrobben

Informationen zu den Kegelrobben

Aktuelle Flyer kostenlos in der Helgoland-Touristik erhältlich.

Alle Informationen zu Kegelrobbenpatenschaften

Alle Informationen zu Kegelrobbenpatenschaften

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