Nachhaltigkeit
2 Inseln + 1 Zukunft

Die nachhaltige Entwicklung der Insel Helgoland in sieben Kernbereichen ist für uns ein wichtiges Anliegen. In 2012 haben wir eine Vision formuliert und prüfen unsere Zukunftsentscheidungen anhand der folgenden Motive:

1. Inselgästen möchten wir eine hohe Anreise-, Aufenthalts- und Erlebnisqualität mit einem einzigartigen Urlaubsgefühl bieten.

2. Inselbewohnern schaffen wir ein attraktives Lebensumfeld in einer intakten Natur, vielfältigen Kultur- und Sportangeboten, einer guten medizinischen Versorgung, bezahlbarem Wohnraum, vielfältigen Bildungsmöglichkeiten für Jung und Alt.

3. Die einzigartige Hochsee-Natur, Architektur und vielfältige Kulturgeschichte sind die Charaktereigenschaften der Insel Helgoland, die wir bewahren und fördern.

4. Tourismus, Forschung und grüne Meeresenergien sind die drei tragenden Erwerbssäulen der Insel.

5. Wir pflegen gute Beziehungen mit allen unseren Partnern auf der Insel und auf dem Festland und sorgen für ein wirtschaftsfreundliches Klima.

6. Jeder Inselbewohner trägt zu einem schönen Erscheinungsbild der Insel bei.

7. Im Umgang mit unseren Ressourcen sind wir vorbildlich. Die eigene Energieversorgung ist 100% regenerativ und CO2 neutral.

In zahlreichen Projekten ist die Insel Helgoland Iniator, Partner und Macher:

 

Gutes, gesundes Klima im Urlaub

Helgoland – Allergikerfreundliche Insel

17 Betriebe der Hochseeinsel aus ganz unterschiedlichen Sparten (Hotellerie / Beherbergungsbereich, Gastronomie, Lebensmittelhandel und der Inselbäcker) werden in 2019 mit dem ECARF Zertifikat ausgezeichnet. Mit diesem Prädikat verpflichtet sich der jeweilige Betrieb auf die speziellen Bedürfnisse der stetig wachsenden Zielgruppe der Allergiker einzugehen.  Die Allergikerfreundliche Kommune ist – nach den Kriterien der Europäischen Stiftung für Allergieforschung (ECARF) – „ein Urlaubsort, der nach medizinischen Kriterien als allergikerfreundlich zertifiziert ist. Er bietet dem Gast im nicht-medizinischen Bereich eine die gesamte touristische Servicekette umfassende Infrastruktur für Allergiker.“

Die Verantwortlichen von ECARF loben die Entscheidung Helgolands: „Zu den auf der Insel gegebenen sehr günstigen klimatischen Bedingungen ist das allergikerfreundliche Serviceangebot die perfekte Ergänzung.“

Grüner Reisen und Leben

MS „Helgoland“

2012 war ein Schiffsneubau im Helgolandverkehr, ein umweltfreundliches noch dazu, reine Utopie. Gespräche mit den Reedern trafen damals auf alles andere als auf Euphorie. Als die Helgoländer mit ihrer Schiffsvision im November 2011 nach Kiel reisten, um mit dem Land Schleswig-Holstein für die Häfen ein Investitionspaket in Millionenhöhe aufzulegen, gab es für ein weiteres Großprojekt keinen Spielraum. Dann gelang es doch, mit dem Land eine Finanzierung und dem Kreis Pinneberg ein Experten-Team auf die Beine zu stellen. Ambitioniert starteten die Helgoländer in ein EU-Ausschreibungsverfahren. Seitens der Gemeinde wurde ein Verkehrsvertrag, mit einer Zuzahlung von rd. 2 Millionen Euro, verteilt über eine Laufzeit von 15 Jahren, ausgestattet. Die Wünsche wurden von der Reederei Cassen Eils am besten erfüllt, die sich mit maximaler Punktzahl im Bieterverfahren durchsetze. Am 25. April 2013 unterzeichneten beide Partner einen Verkehrsvertrag, der Helgoland eine ganzjährige Inselverkehrsanbindung mit einem neuen Schiff bis 2030 sichert. Am 11. Dezember 2015 wird die MS „Helgoland“ getauft und schreibt als erstes und damals umweltfreundlichtesten Schiffsneubau Geschichte.

 

Börteboot „ePirat“

Das Helgoländer Börteboot „Pirat“ bekommt in 2019 einen hochmodernen Elektroantrieb. Seit Jahrhunderten werden auf Helgoland von Hand gebaute, 10 m lange Eichenboote eingesetzt, um Passagiere von großen Schiffen zum Hafen zu bringen. Nun hat die Gemeinde Helgoland das erste Fahrzeug für die Zukunft umgerüstet: In der Bootswerft Hatecke an der Unterelbe wurde der alte Dieselmotor des Börteboots „Pirat“ durch einen sauberen, leisen Torqeedo Deep Blue 50i Elektromotor mit Lithium-Ionen-Batterien ersetzt. Der Verein zum Erhalt Helgoländer Börteboote erreichte 2018 gemeinsam mit dem Helgoländer Anlandungsdienst die Anerkennung der Börte als „immaterielles Kulturerbe der UNESCO“ – ein wichtiger Schritt in Richtung UNESCO-Weltkulturerbe. Mit dieser Innovation wird Helgoland die Tradition in die Zukunft führen.

 

Tinyhouses für Urlauber auf der Düne

Ab August 2019 können Freunde des naturnahen Urlaubens auf der Helgoländer Düne ihre Ferien in den ersten beiden neuen „Wikkelhouses“ verbringen. Dem allgemeinen Tiny-House-Trend folgend, werden derzeit die ersten, aus natürlichen Baumaterialien gefertigten Test-Häuser einer Manufaktur aus Amsterdam in unmittelbarer Nähe des Nordstrandes final eingerichtet.

 

Wohnen am Leuchtturm

In 2019 entstehen knapp 70 neue, bezahlbare Wohungen am Helgoländer Leuchtturm. Neben der Schaffung neuen Wohnraumes war es auch Sicht der Gemeinde wichtig, sich zu konzentrieren:

– auf Funktionalität und Wohnqualität mit nachhaltigen klimafreundlichen Baustoffen
– Baukosten von ( < 2.800 Euro / m2 ) – dies ist seit Jahren unmöglich
– eine tourismusfreundliche, kurze Bauzeit

Wenn das Bauvorhaben abgeschlossen sein wird, wurde im Vergleich zu anderen Bauvorhaben die Bauzeit und der CO2-Ausstoß halbiert und gleichzeitig die Baukosten um über dreizig Prozent reduziert.

Mehrweg statt Plastik

Green Anna

Nachhaltiger Handel auf Helgoland. Vertreter aus Gemeinde, Einzelhandel und Gastronomie verzichten seit Sommer 2015 erst im Rahmen von 4 Wochen Kampagnen auf Einwegtragetaschen. Mittlerweile haben viele Händler ganzjährig auf eigene Mehrwegtragetaschen umgerüstet. Ganz im Sinne der Green Anna: De Green Anna möchte mit ihrem Engagement Impulse setzen, auf Einwegtragetaschen zu verzichten. Denn auch auf Helgoland ist man sich bewusst: Besonders als Insel ist man vom Thema Meeresmüll betroffen. Green Anna Taschen gibt es bei einigen Händlern noch immer und das Projekt wird in jedem Jahr durch Bildungsveranstaltungen zum Thema Meeresmüll und Klima, sowie einem öffentlichen Beach Clean-up begleitet. Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es unter: www.green-anna.de

Basstölpel & Meeresmüll

Im Rahmen eines Kooperationsprojekt mit der Gemeinde Helgoland, dem Verein Jordsand, dem Alfred-Wegener-Institut, der Vogelwarte Helgoland und dem Forschungs- und Technologiezentrum Westküste der Uni Kiel führt Elmar Ballstaedt federführend das Projekt „Basstölpel & Meeresmüll“ durch. Weitere Infos sind auf der Projektwebseite zusammengefasst: www.basstoelpel-und-meeresmuell.de

Green Steer

Nachhaltigkeit auf Helgoland. Nach der green Anna möchte de green Steer Institutionen (Gastronomie, Beherbergung, Transport, Bildungsinstitutionen) auf Helgoland anhand eines Stufensystems für ihr Engagement zum Thema Nachhaltigkeit auszeichnen. De green Steer begreift Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept aus den Themen Plastikreduktion, Gesundheit, Bildung, Energieversorgung und fairem Handel. De green Steer möchte Helgoland dabei unterstützen, auch zukünftig nachhaltig zu wachsen. Das Projekt soll in einer Testphase im Herbst 2019 anlaufen. Internetseite und Bilder folgen.

Insel-Mehrweg-Weltmeister

Helgoland lobt in 2019 erstmals den Preis für das beste Konzept und die beste Lösung zur Vermeidung von Plastikmüll auf Inseln aus. Eingereicht werden konnten Wettbewerbsbeiträge von 1. Schülern sowie 2. Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen. Die Wettbewerbsbeiträge sollten auf „Inseln und Halligen Umsetzungs- und nach Möglichkeit für andere Einsätze Leuchtturm-Charakter zeigen“. Die Sieger beider Kategorien erhielten jeweils ein Preisgeld von 1.500 Euro und einen 3-tägigen Aufenthalt auf Helgoland. Die Preisverleihung fand am 25. April 2019 auf Helgoland statt.

In 2020 folgt die 2. Auflage dieses Umweltpreises. Der Wettbewerb startet am 15. August 2020. Das Finale findet am „World Ocean Days 2020“ auf Helgoland statt. Hier erfahren Sie alles über den Wettbewerb.

 

Weniger Plastik im Abwasser

In 2020 wird die neue Kläranlage auf Helgoland in Betrieb genommen. Schon jetzt fordern wir und werben dafür, dass jeder sich für die Schonung der Ressource Wasser wirksam vor vermeidbaren Verunreinigungen durch Mikroplastik und Medikamentenreste stakrmacht. Die Gemeindevetretung unterstreicht dies in 2019 mit der Unterzeichnung einer entsprechenden Resolution auf Initiative des Abwasserzweckverbandes azv. Informationen finden Sie unter diesem Link.

Helgoland setzt bei Nachhaltigkeit auf Vernetzung

SMARTI steht auf der Startlinie

Juist und Helgoland sollen unter dem Projekttitel SMARTI Pilotinseln für Klimaanpassungslösungen der Nordseeinseln. Prof. Dr. Ines Carstensen von CIST und Fraunhofer Umsicht haben sich mit uns für eine entsprechende Bundes-Förderung stark gemacht. In einem zweijährigen Projekt werden anhand der Heausforderungen der Inseln Juist und Helgoland Lösungspotentiale für Klimafolgenanpassungen aller Inseln in der Nordsee ( im 1. Schritt ) untersucht. Hierdurch und in Form von Workshops und Konferenzen soll die Vernetzung und der Einsatz zukünftiger Lösungen verstärkt werden.

Seit vielen Jahren ist Helgoland stark vernetzt und setzt dadurch auf eine verstärkte Wahrnehmung von gesetzgebern und Förderinstitutionen in Bezug auf die Belange der Inseln in Europa.Wir sind mit der Insel- und Hallig Konferenz, sind Teil der Initiativen SMART Islands, dem Waddensea-Forum und KIMO, etc. Auf der Insel und Halligkonferenz soll im Herbst 2019 die Inselresolution verabschiedet werden.

Helgoland – eine von weltweit fünf Pilotinseln

Seit 2018 ist Helgoland als Mitglied der Greening-the-Islands-Initiative eine von weltweit fünf Inseln mit dem Ziel, den Kurs zu einer Zero-Emssion-Island zu verfolgen. In einem Projektlabor werden Pilotlösungen auf ihre Anwendbarkeit sehr unterschiedlicher Inseln untersucht.

Helgoland – lädt die deutschen Inseln zum Zukunftsdialog

Inseln sind die „kleinen Länder mit hoher Komplexität“. Im Bewusstsein dieser Traditionen und Stärken lud Helgoland im April 2019 zur 1. Deutschen Inselkonferenz. Dabei  ging es im Auftakt darum, neue Konzepte und Strukturen unserer zukünftigen Insel im Kontext Klimawandel, Gesundheit, Digitalisierung und Nachhaltigkeit zu skizzieren.

 

Klimaschutzkonzept Helgoland

Laufzeit: Juni 2012 bis Juni 2013

Beteiligte:
Gemeinde Helgoland
BDO Technik- und Umweltconsulting GmbH
SynergieKomm Agentur für Nachhaltikeit und Innovation
Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Projektträger Jülich

» Integriertes kommunales Klimaschutzkonzept für die Gemeinde Helgoland.pdf

Förderkennzeichen: 03KS2847

» www.bmu-klimaschutzinitiative.de

» www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen

Biologische Kartierung im Nord-Ost-Land auf Helgoland

Im Rahmen des Regionalentwicklungskonzeptes Helgoland wurde eine Biologische Kartierung des Nord-Ost-Landes im April 2012 beauftragt. Das Ergebnis der Kartierung finden Sie hier:

Gutachten (Text)

Kartierung (Plan)

Auftraggeber: Gemeinde Helgoland

Auftragnehmer: Planungsbüro leguan gmbH aus 20327 Hamburg

Ansprechpartner

Herr Jörg Singer

Tel: +49 (0)4725 / 808-101

j.singer@helgoland.de
Gemeinde Helgoland
Lung Wai 28,
D-27498 Helgoland

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