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Wissenswertes über unsere Kegelrobben

Seit 1996 werden alljährlich auf der Helgoländer Düne Kegelrobben geboren, mit zuletzt stark steigenden Zahlen. Bei der Kegelrobbe handelt es sich in Deutschland um eine gemäß Bundesnaturschutzgesetz besonders geschützte Art. Die Herausforderung auf Helgoland besteht darin, Artenschutz und Tourismus auf verträgliche Art und Weise zu vereinen. Gerne wollen wir Ihnen, unseren Gästen die Begegnung mit den größten Raubtieren Deutschlands ermöglichen und gleichzeitig für den Schutz von Mensch und Tier Sorge tragen. Wir bedanken uns für Ihre Kooperation und Ihr umsichtiges Verständnis!
2015 wurde zwischen dem Land Schleswig-Holstein, der Gemeinde Helgoland und dem Verein Jordsand e.V. ein sogenannten Betreuungsvertrag über die EU-Schutzgebiete (FFH Gebiet Helgoland und Helgoländer Felssockel) der Düne und damit verbunden auch über die Kegelrobben und andere geschützte Arten geschlossen. Seither pflegen Gemeinde und Verein Jordsand e.V. eine enge Zusammenarbeit zum Schutz der Tiere und Menschen.
Der Inhalt auf dieser Seite dient Ihrer Vorbereitung und Information zum verantwortungsvollen Umgang mit den Wildtieren auf der Helgoländer Düne. Wir bitten Sie die entsprechenden Regeln zu beachten, damit weder Menschen noch Tiere zu Schaden kommen und wir dieses Naturphänomen langfristig erhalten und erleben können.
Zur Natur gehören auch schwache und verletzte Tiere auf den Stränden. Sollten Sie auffällige Tiere bemerken, nähern Sie sich diesen bitte nicht. Informieren Sie das zuständige Dünenpersonal (Ranger, Seehundjäger, Mitarbeiter des Verein Jordsand e.V.).

Kegelrobbenwinter – die sensible Phase der Jungtiergeburten und der Paarung

Die Zeit zwischen November und Januar gehört zu den ereignisreichsten Monaten auf der Helgoländer Düne, ein für Kegelrobben sehr attraktives Gebiet, das nie komplett überspült wird. Durch ihr jugendliches „Wollfell“, das sogenannte Lanugo-Fell, sind junge Kegelrobben zwar schwimmfähig, können sich jedoch nicht lange über Wasser halten. Sie werden ca. zwei bis drei Wochen von den Muttertieren versorgt und sind dann auf sich alleine gestellt. Neben hunderten Geburten mit sensibler Aufzuchtphase der Jungtiere kann auch das Paarungsverhalten der Alttiere beobachtet werden. Die Robben (Alt- sowie Jungtiere) sind zu dieser Jahreszeit besonders sensibel und reizbar. An wenigen Tagen (vor allem bei Hochwasserlagen) können Teile der Strände von den Tieren so stark besetzt sein, dass kein verantwortungsvolles und gefahrloses Betreten einiger Bereiche möglich ist. Dafür haben wir unter anderem durch den Panoramaweg am Nordstrand attraktive Alternativen geschaffen, um die Tiere aus sicherer Distanz zu beobachten.

 

Für die erfolgreiche Aufzucht der Jungtiere und Ihre eigene Sicherheit beachten Sie bitte Folgendes:

 

  • Nehmen Sie, wenn möglich, ein Fernglas sowie eine Kamera mit, gute Aufnahmen mit dem Handy sind nur sehr eingeschränkt möglich
  • Informieren Sie sich bei den Rangern der Gemeinde und den (ehrenamtlichen) Mitarbeitern des Vereins Jordsands e.V. über die aktuelle Begehbarkeit der Strände und Wegeempfehlungen und beachten Sie die Durchsage auf der Dünenfähre
  • Halten Sie auf frei begehbaren Flächen unbedingt den empfohlenen Abstand von 30 Metern zu den Tieren ein
  • Jungtiere, die durch zu engen Kontakt mit dem Menschen geprägt werden, erschweren uns teilweise einen sicheren und unbeschwerten Badebetrieb im Sommer (siehe Flyer Robben Sommer)
  • Begeben Sie sich nicht in die Nähe von Bullenkämpfen, die Tiere können an Land etwa 20km/h schnell werden und sind aufgrund der Paarungszeit besonders aggressiv
  • Schneiden Sie den Tieren nicht den Zugang zum Wasser oder vom Wasser zum Land ab
  • Starke Störungen können die sensible Bindung zwischen Mutter und Jungtier nachhaltig stören was zu einer hohen Jungtiersterblichkeit im ersten Lebensjahr führen kann
  • Beachten Sie auch unser regelmäßiges Führungsangebot, welches Sie über die Gemeinde und den Verein Jordsand e.V. wahrnehmen können und welches Ihnen die einzigartige Natur und Lebensweise ihrer Bewohner näher bringt
  • Die zuständigen Mitarbeiter der Gemeinde (Ranger) sind im Bedarfsfall autorisiert, unverantwortliches Verhalten mit Platzverweisen zu ahnden

 

Besondere Hinweise für Naturfotografen

 

  • Wir freuen uns, wenn Sie sich als Gruppe bei der Gemeinde oder dem Verein Jordsand e.V. melden, damit wir Sie über die Möglichkeiten der verantwortungsvollen Fotografie auf der Düne während der Kegelrobbenwurfzeit informieren können
  • Achten Sie mit Ihrer Gruppe darauf, dass ein Mitglied der Gruppe immer auch das Umfeld und die Gegebenheiten im Blick hält (Alttiere sind im Winter besonders agil)
  • Schneiden Sie den Tieren nicht den Zugang zum Wasser oder vom Wasser zum Land ab
  • Bitte bringen Sie Verständnis dafür auf, dass Wildtiermotive nicht nur aus idealen Perspektiven einzufangen sind. Erzwingen Sie sich nicht diese Situation, da sich auch andere Gäste an diesem Verhalten orientieren werden.

Kegelrobbenfrühjahr - Fellwechselzeit

Im Frühjahr (März – Mai) kommen hunderte Kegelrobben zum Fellwechsel nach Helgoland. Dies ist für die Tiere ein energetisch sehr aufwändiger Prozess, für uns ein sehr imposantes Naturschauspiel.

 

Bitte beachten Sie als Spaziergänger Folgendes:

 

  • Nehmen Sie ein Fernglas und eine Kamera mit, es ist auch zu dieser Zeit sehr spannend, die Tiere zu beobachten
  • Halten Sie den empfohlenen Abstand von 30 Metern zu den Tieren ein. In dieser Phase ist der Stoffwechsel für die neue Fellproduktion besonders beansprucht und die Tiere benötigen ausreichend Ruhe, um gut durch den Fellwechsel zu kommen
  • Besuchen Sie eine Führung des Vereins Jordsand e.V. oder der Gemeinde Helgoland, um noch mehr Wissenswertes über die Tiere zu erfahren

Kegelrobbensommer

Auch im Sommer (Mai-August) werden unsere Strände von Kegelrobben besucht. Ganzjährig müssen die Tiere regelmäßig an Land, um mit Hilfe des Sonnenlichts das überlebenswichtige Vitamin D zu produzieren. In den letzten Jahren sind die Tiere in dieser Zeit häufig am Südstrand (Eingangs- und Endbereich) anzutreffen. Unsere Herausforderung besteht darin, den laufenden, regen Badebetrieb und die Anwesenheit der Robben zu vereinbaren. Dazu wurden in den letzten Jahren einige Maßnahmen getroffen, die zur Sicherung des Badebetriebes und zum Schutz der Tiere beitragen.

 

Bitte beachten Sie bei Ihrem Strand- und Badebesuch Folgendes:

 

  • Nehmen Sie ein Fernglas und eine Kamera mit, wenn Sie die Tiere beobachten möchten
  • Im Endbereich des Südstrandes halten wir mit der sogenannten Orientierungshilfe einen beruhigten Bereich für die Meeressäuger vor, um den Badebetrieb abzusichern.
    In der Vergangenheit verursachten Tiere, die von ihren Ruheplätzen am Strand aufgescheucht wurden, große Probleme im Badebereich (u.a. Kratz- oder Bissverletzungen). Bitte respektieren Sie diesen abgegrenzten Bereich und nutzen die Chance unsere Mitarbeiter auf Informationen zu den Tieren anzusprechen.
  • Bitte halten Sie die empfohlenen 30 Meter Abstand zu den Tieren ein
  • Besuchen Sie eine Führung des Vereins Jordsand e.V. oder der Gemeinde Helgoland, um noch mehr Wissenswertes über die Tiere zu erfahren

 

Baden

 

  • Kegelrobben sind sehr neugierig, daher sollten sie im Wasser nicht zusätzlich animiert werden (direkten Blickkontakt vermeiden). Sollten sich Ihnen dennoch vereinzelt Tiere nähern, weichen Sie bitte zurück
  • Bitte beachten Sie auch die Hinweise der Mitarbeiter der DLRG sowie die Informationsschilder an den Stränden
  • Die zuständigen Mitarbeiter der Gemeinde (Ranger) sind im Bedarfsfall autorisiert, unverantwortliches Verhalten mit Platzverweisen zu ahnden

 

Wassersportaktivitäten

 

  • Melden Sie sich als Wassersportbegeisterte (Schnorcheln, Stand-up Paddling, Kajak, etc.) bei den zuständigen Mitarbeitern der Gemeinde (Ranger, Seehundjäger), damit sie erfahren, wo sie diese Aktivitäten am besten ausüben können
  • Bitte schnorcheln Sie nicht am Südstrand. Der Südstrand ist erfahrungsgemäß der Badestrand, den Familien mit Kleinkindern aufsuchen. Durch Schnorchelaktivitäten und den ausgeprägten Spieltrieb der Tiere kam es in der Vergangenheit immer wieder zu leichteren Biss- und Kratzverletzungen bei unbeteiligten Badegästen, vor allem auch bei Kindern.

Kegelrobbenherbst

Nach Ende des Sommers wird es auf den Stränden langsam wieder voller. Jetzt können wieder vermehrt große Kegelrobben- und Seehundgruppen auf den Stränden beobachtet werden. Neben Meeressäugern finden begeisterte Ornithologen auch Limikolen und Zugvögel in den Spülsäumen.

 

Daher gibt es auch hier einige zusätzliche Hinweise zu beachten:

 

  • Nehmen Sie ein Fernglas und eine Kmera mit, wenn Sie die Tiere beobachten möchten
  • Das Wetter wird langsam stürmischer, sodass auch große Algenberge angespült werden können, die Vögel anlocken. Zusätzlich halten sich vereinzelt Robben darin auf, die aufgrund ihrer Fellfärbung nicht immer sofort deutlich erkennbar sind.
  • Bitte halten Sie die empfohlenen 30 Meter Abstand zu den Tieren ein
  • Die zuständigen Mitarbeiter der Gemeinde (Ranger) sind im Bedarfsfall autorisiert, unverantwortliches Verhalten mit Platzverweisen zu ahnden

Kontakte

Gemeinde Helgoland

 

Ranger:
Ute Pausch
E-Mail: u.pausch@helgoland.de
Tel.: 01525 / 8718814

 

Patrick Lochow
E-Mail: p.lochow@helgoland.de
Tel.: 01525 / 8718814

 

Seehundjäger:
Michael Janßen
Tel.: 0151 / 17293694

 

Verein Jordsand e.V.
Damaris Buschhaus Schutzgebietsbetreuerin
E-Mail: damaris.buschhaus@jordsand.de

 

Elmar Ballstaedt Stationsleitung
E-Mail: elmar.ballstaedt@jordsand.de
Tel.: 04725 / 7787

Flyer Robben Sommer

Robben erleben auf Helgoland im Sommer

Flyer Robben Winter

Robben erleben auf Helgoland im Winter

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