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Die Kegelrobbe – Meeressäuger auf Helgoland

Das größte Raubtier Deutschlands: Kegelrobben auf Helgoland

Die Königin unter den Robben: In Deutschland hat die Kegelrobbe einen besonderen Status. Denn sie ist Deutschlands größtes Raubtier. Nach einem Besuch auf Helgoland dürfen Sie mit Fug und Recht behaupten, die majestätische Robbe gar aus der Nähe begutachtet zu haben. Die Kegelrobbe gehört zur Familie der Hundsrobben. Verbreitet ist das Säugetier von Norwegen bis zur Ostküste Amerikas. Dabei hält sich die Robbe gerne in Küstennähe auf, ist allerdings auch fähig, weite Strecken zu schwimmen. Kegelrobben werden an Land bis zu 20 km/h schnell, im Wasser können sie sogar auf bis zu 40 km/h beschleunigen. Ihren Namen erhielt die Kegelrobbe aufgrund ihrer Zähne. Die sind kegelförmig und äußerst spitz. Bei der Jagd helfen den Robben die sogenannten Vibrissen. Mit den Barthaaren finden sich die Robben unter Wasser nämlich besser zurecht als mit ihren Augen. Die Lebenserwartung einer Robbe beträgt durchschnittlich 35 Jahre.

Für die erfolgreiche Aufzucht der Jungtiere und Ihre eigene Sicherheit beachten Sie bitte folgende Empfehlungen. (Anklicken zum Öffnen.)

 

Die Zeit zwischen November und Januar gehört zu den ereignisreichsten Monaten auf der Helgoländer Düne, ein für Kegelrobben sehr attraktives Gebiet, das nie komplett überspült wird. Durch ihr jugendliches „Wollfell“, das sogenannte Lanugo-Fell, sind junge Kegelrobben zwar schwimmfähig, können sich jedoch nicht lange über Wasser halten.

Sie werden ca. zwei bis drei Wochen von den Muttertieren versorgt und sind dann auf sich alleine gestellt. Neben hunderten Geburten mit sensibler Aufzuchtphase der Jungtiere kann auch das Paarungsverhalten der Alttiere beobachtet werden. Die Robben (Alt- sowie Jungtiere) sind zu dieser Jahreszeit besonders sensibel und reizbar. An wenigen Tagen (vor allem bei Hochwasserlagen) können Teile der Strände von den Tieren so stark besetzt sein, dass kein verantwortungsvolles und gefahrloses Betreten einiger Bereiche möglich ist. Dafür haben wir unter anderem durch den Panoramaweg am Nordstrand attraktive Alternativen geschaffen, um die Tiere aus sicherer Distanz zu beobachten.

 

Für die erfolgreiche Aufzucht der Jungtiere und Ihre eigene Sicherheit beachten Sie bitte Folgendes:

 

  • Nehmen Sie, wenn möglich, ein Fernglas sowie eine Kamera mit, gute Aufnahmen mit dem Handy sind nur sehr eingeschränkt möglich
  • Informieren Sie sich bei den Rangern der Gemeinde und den (ehrenamtlichen) Mitarbeitern des Vereins Jordsands e.V. über die aktuelle Begehbarkeit der Strände und Wegeempfehlungen und beachten Sie die Durchsage auf der Dünenfähre
  • Halten Sie auf frei begehbaren Flächen unbedingt den empfohlenen Abstand von 30 Metern zu den Tieren ein
  • Jungtiere, die durch zu engen Kontakt mit dem Menschen geprägt werden, erschweren uns teilweise einen sicheren und unbeschwerten Badebetrieb im Sommer (siehe Flyer Robben Sommer)
  • Begeben Sie sich nicht in die Nähe von Bullenkämpfen, die Tiere können an Land etwa 20km/h schnell werden und sind aufgrund der Paarungszeit besonders aggressiv
  • Schneiden Sie den Tieren nicht den Zugang zum Wasser oder vom Wasser zum Land ab
  • Starke Störungen können die sensible Bindung zwischen Mutter und Jungtier nachhaltig stören was zu einer hohen Jungtiersterblichkeit im ersten Lebensjahr führen kann
  • Beachten Sie auch unser regelmäßiges Führungsangebot, welches Sie über die Gemeinde und den Verein Jordsand e.V. wahrnehmen können und welches Ihnen die einzigartige Natur und Lebensweise ihrer Bewohner näher bringt
  • Die zuständigen Mitarbeiter der Gemeinde (Ranger) sind im Bedarfsfall autorisiert, unverantwortliches Verhalten mit Platzverweisen zu ahnden

 

Besondere Hinweise für Naturfotografen

 

  • Wir freuen uns, wenn Sie sich als Gruppe bei der Gemeinde oder dem Verein Jordsand e.V. melden, damit wir Sie über die Möglichkeiten der verantwortungsvollen Fotografie auf der Düne während der Kegelrobbenwurfzeit informieren können
  • Achten Sie mit Ihrer Gruppe darauf, dass ein Mitglied der Gruppe immer auch das Umfeld und die Gegebenheiten im Blick hält (Alttiere sind im Winter besonders agil)
  • Schneiden Sie den Tieren nicht den Zugang zum Wasser oder vom Wasser zum Land ab
  • Bitte bringen Sie Verständnis dafür auf, dass Wildtiermotive nicht nur aus idealen Perspektiven einzufangen sind. Erzwingen Sie sich nicht diese Situation, da sich auch andere Gäste an diesem Verhalten orientieren werden.

 

Erlebnis zur Weihnachtzeit: Robbenbabys auf der Nordseeinsel

Kegelrobben bringen ihren Nachwuchs etwas später im Jahr zur Welt, nämlich zwischen Dezember und Januar. Wer Weihnachten auf Helgoland feiert, wird also auch in der kälteren Jahreszeit mit einem einmaligen Anblick auf viele kleine Robben und eben ausgewachsene Kegelrobben beschert. Die Paarung der Kegelrobben findet bereits rund zwei Wochen nach der Geburt des aktuellen Jungtieres statt. Nachdem das Jungtier abgestillt ist, geht die Mutter zurück ins Meer und frisst sich wieder eine ordentliche Speckschicht an. Wenn ihre Energiereserven der Robbe wieder aufgeladen sind, entwickelt sich der neue Embryo der Robbe ca. elf Monate, zwei Monate davon liegt er allerdings in Eiruhe.

 

Das Jungtier wird an Land zur Welt gebracht. Die Mutter säugt den Welpen mehrfach am Tag. Einige Mütter bleiben dauerhaft bei ihren Jungtieren, andere lassen die kleine Robbe auch über einige Stunden allein. Die Weibchen fressen während dieser Zeit nicht. Wenn die jungen Robben nach zwei bis drei Wochen abgestillt wird, lässt die Mutter ihr Junges am Strand zurück. Nach ungefähr zwei Wochen (mit bis zu 40kg) geht auch die kleine Robbe ins Meer und lernt instinktives Jagen. Mittlerweile hat die Robbe sein Lanugo nach und nach abgeworfen und trägt ein Schwimmfell, wie man es auch bei den adulten Robben sieht.

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