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Eine Begegnung mit der Vergangenheit…

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30. August 2008

Pressemeldung
V.i.S.d.P.
Kurverwaltung Helgoland
Tourismusdirektor
Klaus Furtmeier
Lung Wai 28, 27498 Helgoland
Telefon: 04725-80820
Telefax: 04725-813728
Mail: tourismusdirektor@helgoland.de
Web: www.helgoland.de

Eine Begegnung mit der Vergangenheit…..
(Helgoland) Für Bürgermeister Frank Botter war es eine direkte Begegnung mit der Vergangenheit seiner Heimatinsel. Für eine Woche reiste der 82jährige Mr. Brian Butler vor einigen Wochen mit seiner Gattin Pat auf die Nordseeinsel, um sich persönlich einen Eindruck zu verschaffen, wie die Insel heute aussieht. Mr. Butler gehörte zu einer Abordnung des britischen Militärs, die in 1947 die Arbeiten zur Vorbereitung der Sprengungen am 18. April beaufsichtigten. Den Besuch auf Helgoland vermittelte der Redakteur Knut Weinrich vom NDR, der für seine Dokumentation „Bomben über Helgoland“ u.a. auch Zeitzeugen interviewte. Dazu gehörte auch Brian Butler.

Der Inselbürgermeister nahm die Gelegenheit wahr, mit dem britischen Gast zu sprechen. Gemeinsam mit Tourismusdirektor Klaus Furtmeier konnten viele offene Fragen geklärt werden. Frank Botter interessierte sich insbesondere dafür, wie der Einsatzbefehl für den „Big Bang“ lautete. Mr. Butler bestätigte, dass die Aufgabe darin bestand, die Insel „militärisch unbrauchbar“ zu machen, also nicht, wie langläufig immer wieder geäußert wird, dass die Insel dem Meeresboden gleich gemacht werden sollte. Er erklärte auch, dass bestimmte Teile der Befestigungsanlagen von den Sprengungen verschont blieben. So sei der Zivilschutzbunker nicht davon betroffen gewesen und auch die Kellerbereiche des Flakturmes (dem heutigen Leuchtturm) blieben unbehelligt. Der Turm sollte als Landmarke für die alliierten Bomber dienen, die Helgoland noch bis 1951 als Übungsziel nutzten.

Die Sprengung am 18. April 1947 habe Brian Butler er auf einem Marineboot in gebührendem Abstand zur Insel erlebt. Zum Zeitpunkt der Sprengung herrschten beste Wetter- und Sichtverhältnisse, die Sonne schien und keine Wolke sei am Himmel zu sehen gewesen. Er erinnere sich sehr genau daran, dass es am 20. April eine weitere, unkontrollierte Detonation gab, vermutlich war ein Teil des Sprengmaterials bei der Hauptzündung nicht mit explodiert. Diesen Knall habe man als viel intensiver empfunden, denn über Helgoland lag eine geschlossene Wolkendecke, die eine Schallausbreitung nachhaltig unterstütze. Brian Butler war noch bis Oktober 1947 als Teil einer Sicherungseinheit tätig gewesen. Er kehrte danach in sein Heimatland zurück.

Sein Besuch auf der Insel sei sehr von den damaligen Eindrücken geprägt gewesen und er hätte doch ein wenig Angst davor gehabt, den Helgoländern nach 61 Jahren zu begegnen. Der Bürgermeister versicherte ihm, dass es keinen Anlass mehr gibt, die gewachsene Freundschaft zwischen Großbritannien und Deutschland anzuzweifeln. Die Kriegs- und Nachkriegsentwicklung der Insel Helgoland stelle 16 Jahre einer besonderen Zeit dar, deren Ursachen vielfältig waren. Dem gegenüber stehe eine 83jährige Zugehörigkeitsgeschichte zum Britischen Empire von 1807 – 1890, die für die Entwicklung der Insel als Nordseebad von historischer Bedeutung war. Für diese Einschätzung dankte Mr. Butler dem Bürgermeister, denn so könne er nunmehr beruhigt in seine Heimat zurückkehren.

Wichtiger Hinweis zum beigefügten Bild: Photo: Knut Weinrich, Norddeutscher Rundfunk (v.l.n.r.: Tourismusdirektor Klaus Furtmeier, Mrs. Pat Butler, Mr. Brian Butler, Bürgermeister Frank Botter)

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