Veranstaltungskalender
Von
Bis
Art

Ausstellung im Rathaus: „BÖRTE – Typen – Boote – Schiffe“

30. April 2013

„BÖRTE – Typen – Boote – Schiffe“
Neue Ausstellung im Rathaus auf Helgoland ab dem 2. Mai 2013

Ab Donnerstag, den 2. Mai 2013 (Ausstellungseröffnung ist um 17.00 Uhr) werden rund 30 Fotografien von Andreas Schulz im Rathaus-Foyer ausgestellt.
Aus einer Vielzahl von Tausenden von Bildern hat Andreas Schulz (vulgo: „Scholle“), der selbst 22 Jahre beim Anlandungsdienst der Gemeinde, der Helgoländer Dampferbörte, gearbeitet hatte, einige seiner schönsten Motive zusammengetragen und präsentiert sie interessierten Gästen und Insulanern.
Zu sehen sind markige Typen, die tonnenschweren Börteboote, mit denen die Gäste von den auf Reede liegenden Bäderschiffen schnell und sicher zu Insel gebracht werden und natürlich die Helgoland bedienenden Seebäderschiffe.
Und längst nicht alle wissen, woher der Name „Börte“ eigentlich seinen Ursprung hat und was er bedeutet. Kapt. a.D. Erich-Nummel Krüss (von 1969 bis 1994 Betriebsleiter der Helgoländer Dampferbörte) weiß die Antwort:
Schon im 18. Jahrhundert hingen die Einkünfte der Helgoländer Seeleute zum größten Teil vom Lotsendienst auf Elbe, Weser und Eider oder von der Berge- und Hilfeleistung in Seenot geratener oder gestrandeter Schiffe ab.
1714 kam Helgoland zu Dänemark. Der Insel wurden hohe Steuern aufgebürdet. An die königliche Kasse musste weiterhin ein Zehntel der Lotsgelder abgeführt werden. Nun wurden die Lotsenfahrten in Reihenfolge ausgelost – diese Regelung wurde „BÖRTE“ genannt.
Das Wort wurde mit aller Wahrscheinlichkeit übernommen aus der Flussschifffahrt, denn Reihenschifffahrt nannte man (z. B. auf dem Rhein): Beurt- (Bört)schifffahrt, es bedeutete also, „an der Reihe zu sein.“
Auf Helgoländisch: Ik ben uun´e beert bedeutet: „ich bin (jetzt) dran“.
Es wurde wohl so in den Helgoländer Wortschatz aufgenommen und wurde auch im täglichen Umgang gebraucht, z. B. „wenn man dran war“, „einen auszugeben“ oder „an der Reihe war, irgendetwas zu erledigen“.
Später dann wurde dieser Ausdruck (ab 1826 – Gründung des Seebades) beim Ausbooten übernommen; die Entlohnung geschah dabei auf Anteil, d. h., es gab nur Geld, wenn auch Gäste kamen; es wurde ausgelost (Lottsmitten), wer mit dabei war (med uun´e Beert).
Das Wort „BÖRTE“ wird auch heute noch bei den Seelotsen benutzt.

Die Bilderausstellung ist jeweils zu den Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen.
Text: Klaus Furtmeier
Bilder: Andreas Schulz
Auslegung des Begriffes „Börte“: Kapt. a.D. Erich-Nummel Krüss

Nachricht gesendet!

Jetzt Kontakt aufnehmen

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Newsletter Anmeldung

  • Dieses Feld dient zur Validierung und sollte nicht verändert werden.

Filter

Unterkunftskategorien
Ausstattungsmerkmale Objekt
Ausstattungsmerkmale Zimmer/Wohnung