Schreiben des Bürgermeisters an die Luftwaffe
Von: Botter, Frank
Gesendet: Dienstag, 18. August 2009 11:09
An: 'fliz@bundeswehr.org'
Cc: 'Klaus Furtmeier'
Betreff: Fluglärm durch militärische Strahlenflugzeuge über Helgoland
Sehr geehrte Damen und Herren,
in den letzten drei Wochen ist eine zunehmende Luftpräsenz von militärischen Strahlenflugzeugen im Bereich der Insel Helgoland wahrzunehmen. Die entsprechenden Koordinaten liegen Ihnen sicherlich vor. Mit dieser Präsenz ist auch eine erhebliche Lärmbelastung meiner Bevölkerung und der vielen Urlaubsgäste verbunden. Die letzteren sind die Kunden, die sich für den Tourismusstandort Helgoland entschieden haben und somit für den Wirtschaftsstandort der einzigen deutschen Hochseeinsel von elementarer Bedeutung sind. Deren Ansprüche an Ruhe und Erholung sind für alle Verantwortlichen auf der Insel der Handlungsmaßstab. Wenn dann durch Ereignisse, wie etwa durch ohrenbetäubenden Lärm aus Düsenantrieben von Luftfahrzeugen, die unmittelbar über der Insel Helgoland ihre Luftkampfübungen durchführen, diese Ruhe in nicht ganz unerheblicher Weise gestört wird, dann hat dies unmittelbare Auswirkungen auf die zukünftigen Reiseentscheidungen von Touristen. Insbesondere morgens gegen 08.30 Uhr (MESZ) und gegen 12.30 Uhr (MESZ) finden diese Übungsflüge regelmäßig statt.
Mir ist sehr bewusst, dass die Frauen und Männer der verschiedenen Teilstreitkräfte der Bundeswehr ihren Auftrag nur dann erfüllen können, wenn sie regelmäßig üben. Allerdings erwarte ich dabei auch, dass die vitalen Interessen der Bevölkerung berücksichtigt werden müssen. Gerade für die Insel Helgoland, die sich derzeit in einer massiven Strukturveränderung befindet, ist jede Störung des Tourismusstandortes unverzüglich mit wirtschaftlichen Folgen verbunden. Die Insulaner sind zu 100 Prozent auf die Einnahmen aus dem Tourismusgeschäft verbunden und können sich negative Entwicklungen nicht leisten.
Ich möchte Sie bitten, meine Beschwerde zum Anlass zu nehmen, die Verantwortlichen bei den fliegenden Verbänden auf diese Problematik aufmerksam zu machen, um zukünftig Übungsflüge nicht mehr im Bereich der Insel Helgoland durchzuführen. Um eine schriftliche Beantwortung wird gebeten.
Eine Kopie dieser Mail erhält Herr Tourismusdirektor Klaus Furtmeier.
Mit freundlichem Gruß
Ihr
Frank Botter
Bürgermeister Gemeinde Helgoland
Lung Wai 28, 27498 Helgoland
Telefon: 04725/808-30
E-Mail: » f.botter @
gemeinde-helgoland.de
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Stade rückt näher an Helgoland

Neues touristisches Angebot: Von Stade aus nach Helgoland fliegen
Stade. Helgoland-Urlauber können in Kürze schon am Flughafen Stade ihre Reise starten. Die Stade Tourismus-GmbH hat für diese Inselflüge eine Zusammenarbeit mit der Luftverkehrsgesellschaft Air Hamburg vereinbart.
„Mit zwei unterschiedlichen Angeboten gehen wir bei dieser Kooperation an den Start“, erläutert Egon Ahrens, Geschäftsführer der Stade Tourismus-GmbH das neue Projekt.
An zwei Terminen wird für Kurzbesucher jeweils eine Tagestour und für Erholungsbedürftige jeweils ein verlängertes Wellness-Wochenende auf Helgoland angeboten. „Einfach ausspannen, ohne Stress, ohne Parkplatzprobleme – das macht die bislang von uns zur Hochsee-Perle Helgoland angebotenen Flüge so beliebt,“ ergänzt Mike Ulka von Air Hamburg. Ausgangspunkt für diese Flüge war bislang nur die „Homebase“ der Luftverkehrsgesellschaft in Uetersen.
Nach Helgoland wird ein neunsitziges, zweimotoriges Regionalflugzeug vom Typ BN-Islander eingesetzt, das heute größte Muster in der Inselfliegerflotte. Geschäftsführer Floris Helmers und Alexander Lipsky von Air Hamburg betreiben dieses Muster, da es als extrem sicher und zuverlässig gilt. Im Cockpit der Maschinen sorgen erfahrene Berufspiloten dafür, dass sich die Passagiere stets sicher fühlen können. Helmers und Lipsky sind nämlich auch Chefs der Flugschule Hamburg, die zu den größten Einrichtungen für die Ausbildung von Privat-, Berufs- und Verkehrspiloten in Deutschlands zählt.
Auf dem Flug nach Helgoland von Stade aus sehen die Fluggäste die Schleuse des Nordostseekanals, die Insel Neuwerk und bei gutem Wetter alle ostfriesischen Inseln. Nach nur 45 Minuten sind die Gäste am Ziel.
Deutschlands einzige Hochseeinsel ist über einen sehenswerten » Flugplatz auf der vorgelagerten Düne zu erreichen. Nur wenige Gehminuten vom Flugplatz entfernt sind die die Gäste am Strand der Düne und können zahlreiche » Kegelrobben beobachten. Von der Düne aus pendelt eine » Dünenfähre zur Hauptinsel in halbstündlichen Intervallen.
Kunden, die das neue Angebot in Anspruch nehmen, können am Tag der Anreise das Auto kostenlos auf dem Flugplatzgelände Stade parken, das Check-In ist 15 Minuten vor dem Abflug – und los geht es mit einem wundervollen Flugerlebnis ins Wochenende.
Der Einführungspreis inklusive Hin- und Rückflug beträgt 158 € pro Person für die Tagestour.
Die Tagesausflüge und Wellnessreisen werden durchgeführt, sobald sich jeweils mindestens 8 Passagiere verbindlich bei der STADE Tourismus GmbH angemeldet haben.
„Mit diesen beiden Programmen wollen wir zunächst einmal den Markt hierfür testen“ , erklärt Ahrens. „Bei entsprechender Nachfrage können wir uns vorstellen auch Flüge zu anderen Nordsee-Inseln oder beispielsweise Transferflüge zum Flughafen nach Hamburg ins Programm zu nehmen.“ Ausdrücklich betont wird von Ahrens die gute Zusammenarbeit zum Zustandekommen des Angebots mit dem am Flugplatz ansässigen Luftsportverein Günther Groenhoff e. V.
Anmeldungen für die Flugreisen nimmt die Stade Tourismus-GmbH in der Tourist-Information am Hafen, Hansestraße 16, 21682 Stade oder unter Tel. 04141-409170 entgegen. Weitere Infos finden Sie auch im Internet unter » www.stade-tourismus.de.
Bundesverdienstkreuz für Cassen Eils
27. Februar 2009 | Von Dieter Brumm
Mit 15 fuhr er zum ersten Mal zur See, seit 1952 steuert er mit seinem Seebäderdienst Helgoland an.
Bundesverdienstkreuz für Cassen Eils, der trotz seines hohen Alters noch am Ruder steht. Foto: Brumm
"Es war gutes Wetter", erinnert sich Cassen Eils (85). Damals, am 15. Juni 1952, steuerte der junge Kapitän als erster mit einem Ausflugsdampfer von Cuxhaven aus die Hochseeinsel Helgoland an. Seitdem haben seine Schiffe sechs Millionen Passagiere zum roten Eiland geschippert. Jetzt wurde ihm für sein Lebenswerk von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Obwohl Eils in Cuxhaven zu Hause ist, hat ihn für diese Ehrung Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen vorgeschlagen. Grund: Seit 55 Jahren betreibt Eils auch den Seebäderdienst zwischen Büsum und Helgoland.
Cassen Eils stammt von Norderney, seine Vorfahren waren Fischer. Mit 15 Jahren heuerte er als "Moses" auf dem Windjammer "Priwall" an, umrundete auf der Viermastbark mehrfach Kap Hoorn. 1948 machte er als einer der ersten deutschen Seefahrer nach dem Krieg das Kapitäns-Patent. Danach schipperte Eils Badegäste auf der Nordsee vor Norderney herum, sparte 3000 Mark, gründete 1952 eine Firma. Zusammen mit Ludwig Visser, der Jahre später auf See sein Leben ließ, kaufte er für 100 000 Mark die 1893 gebaute "Rudolf". Die beiden fuhren zwischen den ostfriesischen Inseln und auch zur Helgoländer Düne, eröffneten dann im Juni 1952 mit dem alten Schraubendampfer den Liniendienst Cuxhaven-Helgoland. Sie brachten nicht nur Ausflügler, sondern auch Fracht und Post auf das völlig zerstörte Eiland.
"Die Insel war ein Trümmerhaufen", erinnert sich "Cassi", wie die Küstenbewohner den alten Seebären nennen. Nur knapp drei Wochen vor Kriegsende hatten 1000 britische Flugzeuge Bomben abgeworfen. Die Menschen überlebten zwar in tiefen Felsbunkern, doch verloren sie ihre Freiheit. Jahre später mussten Räumkommandos 200 000 Munitionskörper beseitigen, dann begann der Wiederaufbau.
Als "Cassi" und sein Kumpel zum ersten Mal anlegten, standen bereits clevere Helgoländer in den Dünen, um den Fahrgästen zollfreie Waren zu verkaufen - seitdem lockten günstige Butter, Schnaps, Parfüm und Zigaretten immer mehr Menschen. Die Insulaner waren zunächst sehr misstrauisch, als sie die jungen Seeleute mit der alten "Rudolf" sahen. "Die sagten: Das alte Ding haben die bestimmt geklaut. Lass uns sehen, dass wir schnell unsere Ausbordungs-Gebühren bekommen", erinnert sich Eils. Gleichwohl war dies der Anfang einer engen Verbundenheit mit den Helgoländern.
Aber nicht nur die Helgoländer mögen den "Seebären", an der gesamten Nordseeküste ist der eigenwillige Reeder beliebt. Er mag die Menschen, pflegt die Freundschaften und natürlich auch die geschäftlichen Verbindungen. Zwei Jahre nach dem Start des Linienverkehrs von Cuxhaven aus traf er Büsumer Fischer, die auf ihren Kuttern einige Kurgäste nach Helgoland brachten. "Das kann ich auch, und besser und schneller", dachte sich der Reeder und fuhr am 8. Juni 1954 erstmals auch von Büsum nach Helgoland. Den Fischern hatte er zuvor die Rettungswesten abgekauft. Beide Seiten waren zufrieden, und "Cassi" hat seitdem auch Freunde in Dithmarschen.
Vom Büsumer Hafen fährt die Reederei Eils von Frühjahr bis Herbst mit der 800 Passagiere fassenden "Funny Girl" nach Helgoland. Und hin und wieder, wenn es ihm in den Fingern juckt, nimmt "Cassi" das Ruder selbst in die Hand.
Quelle: WILSTERSCHE ZEITUNG
Sportplatz steht wieder zur Verfügung

Nagelneues Fußballfeld auf Helgoland – Einweihungsfeier am 31. Mai 2008
VfL Fosite Helgoland lässt Mitgliedschaft in die FIFA (!) wieder aufleben
Helgoland, 28. Mai 2008 – Dass der Sportclub VfL Fosite Helgoland (rund 560 Mitglieder bei rund 1.400 Einwohnern!) wahrlich Großes leisten kann, hat sich zuletzt am 17.5.2008 gezeigt; an diesem Tage fand unter der Federführung des VfL zum 11. Mal der legendäre Gerolsteiner Helgoland-Marathon (» www.helgolandmarathon.de) mit nahezu 400 Teilnehmern statt.
Nun steht dank der Beharrlichkeit und des Durchhaltevermögens sowie aufgrund der erheblichen Eigenleistungen der Vereinsverantwortlichen und –mitglieder ein weiterer wichtiger Termin an: Am Samstag, den 31. Mai 2008, wird ab 14.00 Uhr die offizielle Einweihung des neuen Kunstrasens mit einem kleinen Rahmenprogramm und anschließender Party am Sportplatz gebührend gefeiert.
Damit geht eine vierjährige Zeit vorbei, in der weder richtig trainiert werden konnte noch Freundschaftsspiele mit Vereinen aus dem gesamten Bundesgebiet ausgetragen werden konnten: „Immer wieder fragten Klubs an, die gern mal wieder auf der Insel gegen uns antreten möchten“, sagte Eckhard Müller, Vorstandsmitglied des engagierten VfL Fosite (» www.vfl-fosite-helgoland.de) .
Nur durch die Beharrlichkeit und das Engagement des Vereins sowie die Unterstützung der Öffentlichen Hand war es möglich, gemeinsam die Baukosten in Höhe von rund 350.000 € zu schultern. Der Landessportverband Schleswig-Holstein, der Kreis
Pinneberg sowie die Gemeinde Helgoland haben ihre Zuschussbescheide bereits 2005 versandt.
Dennoch sollten bis zur Fertigstellung des neuen Kunstrasenplatzes noch zwei weitere Jahre ins Land ziehen, galt es doch, neben den zu erbringenden Eigenleistungen noch eine Finanzierungslücke von rund 100.000 € zu schließen. Mit Hilfe der Gemeinde Helgoland sowie der Klingerstiftung und einer Spende der Fa. HC Hagemann konnte Anfang 2007 „grünes Licht“ gegeben werden und nach einer Bauzeit von nur fünf Wochen war es im Oktober 2007 geschafft.
„Mit dem neuen Fußballplatz hat die sportbegeisterte Insel Helgoland nun endlich wieder eine vorzeigbare Spielfläche, die sich auch für große Turniere und internationale Freundschaftsspiele eignet“, freuen sich Bürgermeister Frank Botter sowie Tourismusdirektor Klaus Furtmeier, die selbstverständlich beide persönlich bei der Einweihungsfeier am 31. Mai anwesend sein werden.
„... Und sollte es den DFB-Kickern, die sich derzeit auf Mallorca auf die Euro 2008 vorbereiten, zu heiß werden – kein Problem: bei angenehmen Temperaturen um die (derzeit) 18 Grad und einer frischen Brise (4 – 5 Windstärken aus Nordost) auf Helgoland lässt sich vortrefflich trainieren!“ ergänzt Klaus Furtmeier mit einem Augenzwinkern.
Und noch eines: Mittlerweile dürfte sich wohl auch der Ärger der Vereinsverantwortlichen gelegt haben, die zu Beginn der fußballlosen Zeit den Austritt aus der FIFA (Helgoland ist seit 2002 Mitglied und rangiert auf der Weltrangliste auf Platz 206 hinter Amerikanisch-Samoa) in Erwägung gezogen hatten.
Bilder: „Privat“
Weitere Informationen zum VfL Fosite (inkl. Photos der Bauphase) und zum 11. Gerolsteiner Helgoland-Marathon:
» www.vfl-fosite-helgoland.de sowie » www.helgolandmarathon.de
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Aktion Helfende Hände





auf der Helgoländer Düne ein voller Erfolg
Wiederholung im nächsten Jahr?
(Helgoland, 21. April 2008)
80 freiwillige Helferinnen und Helfer aus dem gesamten Bundesgebiet halfen am vergangenen Wochenende und legten Hand an für den Küstenschutz auf der Helgoländer Düne. Es galt, auf einem Streifen von rund 800m Buschwerk zu setzen und Strandhafer zu pflanzen.
Bürgermeister Frank Botter und Tourismusdirektor Klaus Furtmeier, die selbstverständlich beide tatkräftig mit anpackten zeigten sich überwältigt angesichts der Hilfsbereitschaft und des erzielten Arbeitsergebnisses: „Wir hatten nicht im Ansatz mit diesem Arbeitsfortschritt gerechnet“.
Auch die Helferinnen und Helfer zeigten sich voll des Lobes über die perfekte Organisation der Aktion. Prächtigstes Frühlingswetter und die gute Stimmung wird über den einen oder anderen Muskelkater von der körperlichen Arbeit hinwegtrösten. Immens auch die Resonanz der Medien: Allein fünf Kamerateams und insgesamt zwölf Redaktionen begleiteten die Arbeiten auf der Düne, die sich nun – pünktlich zum Saisonstart am 1. Mai – in einem sehr guten Zustand präsentiert.
Entscheidenden Anteil am Erfolg hatten nicht zuletzt die vielen „helfenden Hände“ im Bereich der Organisation: Die Reedereien Eils, Rahder und FRS sponserten die Überfahrt, etliche Insulaner packten selbst mit an und zahlreiche Vereine und Firmen gaben Sachspenden und personelle Hilfestellung.
Begeistert waren diejenigen, die das Glück hatten, kostenlos in einem der neuen Ferienhäuser auf „ihrer“ Düne zu übernachten. Spontan entschlossen sich einige zu verlängern, viele buchten bereits ihren nächsten Urlaub in einem der nagelneuen, begehrten Bungalows.
„Wir wollen alle wiederkommen und nächstes Jahr mithelfen“ – alle Helferinnen und Helfer waren sich einig.
„Was soll ich nun machen“, sinniert derweil Tourismusdirektor Klaus Furtmeier: „Auf der einen Seite hätte ich für eine mögliche Aktion im nächsten Jahr ein eingespieltes Team – auf der anderen Seite habe ich noch rund 300 Adressen von freiwilligen Helfern, die dieses Mal nicht zum Zug kamen und denen ich leider absagen musste.“
Bürgermeister Frank Botter und Tourismusdirektor Klaus Furtmeier bedanken sich nochmals bei allen, die diese Aktion unterstützt und möglich gemacht haben, zeigte sie doch, dass Helgoland viele Freunde auf dem Festland hat!
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Hinweis zu den Bildern: Copyright © by Petra Botter u. H.-P. Holtmann
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