Saison 2008/2009:
Nora - das erste Robbenbaby in der Saison 2008/09


Nun kegeln sie wieder, die kleinen Robben
Kegelrobbenlady Nora eröffnet Geburtenserie auf Helgolands Düne
(Helgoland) Ob es nun die reine Neugierde der jungen Kegelrobbe Nora war, oder ob tatsächlich der Kreißsaal auf der Düne seinen prognostizierten Babyboom eröffnet, das weiß Robbenhäger Rolf Blädel auf Deutschlands einziger Hochseeinsel auch nicht. Aber die erste Geburt am 10. November ist ein gutes Zeichen für die Population; und der Rekord aus dem letzten Jahr, mit 55 Geburten, könne durchaus gebrochen werden.
Und es gibt auch wieder etwas Neues. Alle Geburten sollen einen Namen bekommen. Entscheidend ist, wo die Geburt stattfindet. Die junge Lady ist am Nordstrand der Düne geboren und ihr Name beginnt demnach mit einem N. Bei Geburten auf der Aade (Kieselstrand der Düne) oder am Südstrand werden Rolf Blädel und seinen Mitstreitern vom Verein Jordsand entsprechende Namensgebungen vornehmen. Und weil es bei den Hummern so wunderbar funktioniert hat, werden für die Kegelrobbenbabies auch Patenschaften vergeben.
» Reiseangebot: Schauen Sie sich die Robben hautnah vor Ort an
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Saison 2007/2008:
Robbenbaby Deyke

Robbenbaby Rickmer

Robbenbaby Rickmer wird gesäugt

Robbe mit Deyke

Das besondere an den Kegelrobbenbabys auf Helgoland ist, so Tourismusdirektor Klaus Furtmeier, dass sie nicht weit ab von jeglicher Zivilisation aufwachsen, sondern direkt am weißen Strand von Helgoland. "Unsere Gäste können den Tieren recht nahe kommen und sie in aller Ruhe beobachten" sagt Furtmeier. Damit die Menschen aber das Ruhebedürfnis der Kleinen nicht stören, kümmert sich seit Jahren der Verein Jordsand in vorbildlicher Weise darum, dass zum einen die vielen Interessierten die Tiere beobachten können, zum anderen aber darauf geachtet wird, dass ein entsprechender Abstand zu den Tieren eingehalten wird. Zudem wird den Gästen auch die einzigartige Möglichkeit gegeben, mehr über die Kegelrobben zu erfahren und sie unter fachkundiger Begleitung zu betrachten.
An manchen Tagen liegen dicht an dicht bis zu 350 Tiere am Strand und aalen sich in der Sonne. Die Kegelrobbe nutzt die Düne Helgolands bereits seit Ende der 80ger Jahre als Standort zur Aufzucht ihrer Jungtiere. Die Strände dienen den Jungen als Liege- und Säugeplatz während der Aufzuchtzeit, bis sie im Alter von vier bis sechs Wochen selbständig sind und zum ersten Mal ins Meer gehen.
Kegelrobben kommen mit einem Gewicht von ca. 14 kg zur Welt. Dank der sehr fetthaltigen (60%) Muttermilch können sie schon nach drei Wochen bereits 50kg wiegen! Ausgewachsen erreichen sie eine Länge von bis zu 2,3 Metern bei einem Gewicht von über 200 kg.
Fotos: Rolf Blädel
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Junge Kegelrobben - Halten Sie Abstand

Auf Helgoland kann man seit 1989 wieder regelmäßig Kegelrobben beobachten. Auf der Düne halten sich meist 30 bis 70 Tiere auf.
Ende der neunziger Jahre kam es erstmals zu einer Kegelrobben-Geburt auf Helgoland. Seither hat die Anzahl der Geburten zugenommen.
So nah wie auf Helgoland kann man wild lebenden Robben wohl nirgends in Deutschland begegnen. Am Strand der Helgoländer Badedüne können Feriengäste bis auf 30 Meter an die Tiere heran gehen. Das hat einen Grund: Seit den 70er Jahren ist die Jagd auf die Meeressäuger verboten. Mittlerweile sind Generationen herangewachsen, die den Menschen nicht mehr als tödliche Bedrohung wahrnehmen.
Halten Sie Abstand
In der Winterzeit werden auf der Helgoländer Düne viele Robbenjunge geboren. Die Neugeborenen werden von einem sehr dichten Fell zunächst vor Kälte und Wind geschützt. Genährt durch die extrem fetthaltige Muttermilch wächst dem Jungtier eine dicke Speckschicht, die nach drei bis vier Wochen die isolierende Funktion übernimmt. So wiegt das Junge bei seiner Geburt zwischen 10 bis 14 kg, nach drei Wochen können es aber bereits 50 kg sein.
Um diese Gewichtszunahme zu gewährleisten, brauchen das Jungtier und seine Mutter sehr viel Ruhe. Anfangs wird das Junge ununterbrochen von seiner Mutter bewacht und gesäugt. Nach wenigen Tagen kommt die Mutter nur noch etwa alle 6 Stunden zum Säugen. Jungtiere werden von ihren Müttern dann oft stundenlang am Strand allein gelassen. Es ist bei jedem Jungtier anzunehmen, dass die Mutter es wieder abholen wird. Dies tut sie jedoch nicht, wenn ihr Junges von Menschen umringt ist - oder womöglich angefasst wurde und nach Mensch riecht.
Der Eindruck, dass ein allein am Strand liegendes Robbenjunges mutterlos ist und „dringend“ menschliche Hilfe benötigt, ist falsch!
Wie verhalte ich mich richtig?
Um Störungen der Kegelrobben und Seehunde zu vermeiden, müssen unbedingt die folgenden Regeln beachtet werden:
· Halten Sie immer einen Mindestabstand von 30 Metern zu den Tieren!
· Stellen Sie sich niemals zwischen Mutter und Jungtier!
· Versperren Sie den Tieren niemals den Fluchtweg ins Meer!
· Machen sie keine hektischen Bewegungen!
· Passen Sie auf Ihre Kinder auf und nehmen Sie sie ggf. an die Hand!
· Selbstverständlich ist das Streicheln der Tiere oder das Bewerfen mit Gegenständen verboten!
· Es ist unbedenklich, sich den Tieren für einige Fotos auf höchstens 30 Meter zu nähern, jedoch:
· Fotografieren Sie alleine, nicht in Gruppen, um unnötige Störungen zu vermeiden!
· Folgen Sie den Hinweisen des Infopersonals!
Beobachten Sie die Tiere bitte genau. Wenn Sie eine zunehmende Unruhe bemerken, vergrößern Sie bitte den Abstand!
Weitere Informationen erteilen:
Verein Jordsand zum Schutze
der Seevögel und der Natur e.V.
Hummerbude Helgoland
Tel. 04725 - 7787
Seehundsjäger
Rolf Blädel, Tel.: 0170/2064529
Dieter Siemens, Tel. 04725 - 8170
Institut für Vogelforschung
„Vogelwarte Helgoland“, Inselstation
Tel. 04725 - 64020
Text: Verein Jordsand
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OLT hilft Frühchen

Es handelte sich um eine Frühgeburt (ca. 4 Wochen zu früh), die allerdings mit einem Gewicht von 9 kg eine Überlebenschance hat. Zunächst wurde das Tier beobachtet. Am Nachmittag des 15. Novembers stand fest, dass das Muttertier ihr Junges verlassen hatte. Gemeinsam mit einem Mitarbeiter des Vereins Jordsand fing Rolf Blädel das kleine Weibchen ein. Doch wie sollte das Tier zum Festland kommen? Mit der Schiffsverbindung wäre es erst am morgigen Tag möglich, also entschloss sich der zuständige Seehundjäger, die OLT -Ostfriesische Lufttransportgesellschaft – um Hilfe zu bitten. Da noch eine Maschine nach Büsum flog, waren die Mitarbeiter sofort bereit, das Frühchen zu transportieren.
Das Bild zeigt Delft Wille, Mitarbeiter der Seehundaufzuchtstation Friedrichskoog, der es sich nehmen ließ, die kleine Robbe persönlich abzuholen.
OLT – vielen Dank für die unkonventionelle, schnelle Unterstützung!
Rolf Blädel, Seehundjäger und Naturschutzbeauftragter Helgoland
Text und Foto: R. Blädel
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