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Offshorewind ist Spitze

Pressemeldung                                                                              

Bürgermeister, Jörg Singer

Gemeinde Helgoland

» j.singer‎ @ ‎ gemeinde-helgoland.de

 

» www.helgoland.de

 

1. September 2017

  

 

Offshorewind ist Spitze

Gestern und heute trafen sich auf Helgoland im Rahmen des 6. Wirtschaftsforums Offshorewind (WFO) über 90 hochrangige VertreterInnen aus Politik und Wirtschaft, um über die aktuelle Entwicklung zu beraten.

Die Branche blickt auf ein ereignisreiches Jahr. In der deutschen Nord- und Ostsee gingen in den letzten Jahren 1.000 Offshorewind-Anlagen in Betrieb und versorgen heute rd. 5 Millionen Haushalte mit Strom. Erstmals verzichtet ein Windparkprojekt auf EEG-Förderungen. Die Branche wächst europaweit. Hier beläuft sich die installierte Kapazität in der ersten Jahreshälfte 2017 rd. 16 Gigawatt. Die höchsten Wachstumsraten in den nächsten Jahren werden allerdings in Ländern wie China und Taiwan erwartet.

Viel Lob erfährt die Branche von Enak Ferlemann, Parlamentarischer  Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, für „ihre Innovations- und in diesem Jahr unter Beweis gestellte Wettbewerbsfähigkeit“. Dies unterstreicht auch Dr. Bernd Buchholz, Wirtschaftsminister der neuen Schleswig-Hosteinischen „Jamaica“ Landesregierung „Die Branche hat es in 2017 geschafft, die Ökologie und Ökonomie zu vereinen“.  

Helgoland konnte diese rasante Entwicklung „Live“ miterleben. Bis 2015 waren zeitweise über 500 Techniker auf Helgoland zu Gast, um 208 Windkraftanlagen für die Unternehmen E.ON, Innogy und WindMW aufzubauen. Seit 2016 kehrt Normalität ein und die Touristen und Inselgäste erobern mit einem kräftigen Gästeplus von 19 Prozent in 2016 ihre Insel zurück. Für Helgolands Bürgervorsteher Peter F. Botter zeigt die Entwicklung, dass „Tourismus und Offshorewind gut zusammenpassen“. Mit einem Augenzwinkern fügt Bürgermeister Jörg Singer hinzu: „Ein Leben ohne Windkraft ist möglich, aber sinnlos“.

Der Blick in die nahe Zukunft ist für alle Teilnehmer allerdings alles andere als rosig. Der Netzausausbau in Deutschland droht zum Flaschenhals der Energiewende zu werden. Zwar kann der Norden den Strombedarf von etwa 100 Terrawattstunden/Jahr  liefern, den der Süden dringend benötigt. Da der Strom allerdings bestenfalls erst ab 2025 von Nord nach Süd fließen kann, soll nach aktueller Gesetzlage der Ausbau der Offshorewindkraft „gedeckelt“ erfolgen. Dies führt dazu, dass die geschaffenen Produktionskapazitäten nicht genutzt werden und so Arbeitsplätze, Innovationskraft und Wettbewerb verloren gehen.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur weist darauf hin, „dass Anlagenbau, Übertragung und Stromtransport möglichst im Einklang erfolgen müssen, damit die klima- und volkswirtschaftlichen Ziele Deutschlands“ erreicht werden können.

Die Wirtschaftsvertreter sehen großen Handlungsbedarfe für eine Verbesserung der politischen Rahmenbedingungen zur Sicherstellung des kontinuierlichen Ausbaus. Möglichst kurzfristig werden sie auf die neue Bundesregierung zugehen, um ihre Lösungsvorschläge, u.a. die frühzeitige Nutzung durch freigebliebene Netzanschlusskapazitäten aus den ersten Ausschreibungsrunden, mit Berlin zu beraten.

Den Schlusspunkt der Konferenz setzte Prof. Dr. Martin Skiba, Vorstandsvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Offshore Wind e.V. (AGOW e.V.) mit der Verleihung des Preises „Bestes Offshore Windkraftwerk in Betrieb 2016“ an Sven Utermöhlen und Dr. Thomas Michel von E.ON für das Windkraftwerk Amrumbank West. "Wir freuen uns sehr und sind stolz über diesen Preis und der Dank geht an unser Amrumbank-Team. Die Auszeichnung ist auch eine Bestätigung unserer Offshore-Betriebsstrategie, was uns auch bereits hervorragende Ergebnisse in anderen Benchmarks gezeigt haben.", kommentierte Sven Utermöhlen, COO der E.ON Climate & Renewables GmbH, die Preisverleihung.

 

Informationen zur Veranstaltung: » www.wfo-helgoland.eu

 

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