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Fotografien von Rafael Cardenas im Museum Helgoland

 

Pressemeldung (31. März 2017)

 

V.i.S.d.P.

Kurverwaltung Helgoland

Tourismusdirektor

Klaus Furtmeier

Lung Wai 28, 27498 Helgoland

Telefon: 04725/808-20

» tourismusdirektor‎ @ ‎ helgoland.de

» www.helgoland.de

 

 

Gottes Werk und Teufels Beitrag

Atemberaubende Fotografien von Rafael Cardenas

vom 15. April bis 31. Oktober 2017 im Museum Helgoland

 

Sie sind rund und sie sind flach, die Landschaften von Rafael Cardenas.

Die Welt als fingerdicke Scheibe – diese Analogie drängt sich auf, wenn man vor diesen Bildern steht. Ein Meter im Durchmesser, Pigmentdruck kaschiert auf Acrylglas und Alubond, so die lakonische Beschreibung dieser Fotografien. Aber ein bisschen mehr ist es schon: Es handelt sich bei diesen Landschaftsaufnahmen eigentlich um Objekte, mehr Gebilde als Bild.

Der Autor versichert glaubhaft, keinen eigenen Satelliten zu besitzen, trotzdem reklamiert er die Urheberschaft für diese Ansichten aus 20 km Höhe. Diese „Landschaften“ sind in mühseliger Kleinarbeit entstanden: Jedes Bild wurde aus Hunderten kleiner Satellitenaufnahmen zusammengebaut, da ansonsten die beeindruckende, aber notwendige Auflösung in diesem Format nicht zu erreichen gewesen wäre, wie Rafael Cardenas den Entstehungsprozess beschreibt.

Die Überschrift dieser sehenswerten Ausstellung im Museum Helgoland spielt auf den Deutschen Titel von John Irvings Romanverfilmung „The Cider House Rules“ an. Ein unübersehbarerer Wink auf die Tatsache, dass hier nicht nur die sprichwörtliche göttliche Schöpfung abgebildet, sondern immer auch ein menschlicher Eingriff darin gefangen ist.

Auf jedem der 18 ausgestellten Objekte wird menschliche Tätigkeit sichtbar. Bei einigen offensichtlich, wie den künstlichen Landschaften von Minen im Tagebau, bei anderen nur aus nächster Nähe erkennbar, wie beispielsweise ein nur wenige Millimeter dünner, kerzengerader Strich durch eine unberührte Landschaft, auf dem ein einsamer Lastwagen zu erkennen ist.

Der Mensch und sein Tun ist und bleibt Maßstab. Es handelt sich keineswegs um eine kritische Stellungnahme zu dessen Handeln. Es ist eine ästhetische Auseinandersetzung mit Ansichten dieser Welt, die bis vor kurzem für die Menschen nicht zugänglich waren.

Als Betrachter taucht man in diese Landschaften ein, verliert sich nach nur wenigen Augenblicken in deren Strukturen und stößt dabei auf die seltsame Schönheit, die hier im Großen wie im Kleinen verborgen liegt.

Und tatsächlich sind sie beeindruckend und von fesselnder Schönheit, diese zweidimensionalen Landschaften, die das Museum Helgoland vom 15. April bis zum 31. Oktober zeigt.

» www.museum-helgoland.de / » www.helgoland.de

 

 

 

 

 

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Lung Wai 28
27498 Deät Lun / Helgoland

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