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Projekt „Hummerpatenschaften auf Helgoland“

 

Pressemeldung

 

V.i.S.d.P.

Kurverwaltung Helgoland

Tourismusdirektor

Klaus Furtmeier

Lung Wai 28, 27498 Helgoland

Telefon: 04725/808-20

» tourismusdirektor‎ @ ‎ helgoland.de

» www.helgoland.de

 

 

Projekt „Hummerpatenschaften auf Helgoland“ – Wissenschaft und Hummerfischer arbeiten Hand in Hand - Nächster Auswilderungstermin am 3. August 2013

 

Helgoland, 15. Juli 2013

Nach den erfolgreichen Aktionen in 2008 bis 2012 werden am Sonnabend, den 3. August, von Mitarbeitern der Biologischen Anstalt Helgoland (BAH) des Alfred-Wegener-Institutes, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, 415 aufgezogene Junghummer ausgewildert. Die Tiere werden zunächst in der Züchtungshalle der BAH in Transportgefäße gesetzt. Gegen 21.15 Uhr legt das institutseigene Motorboot „Aade“ mit den Hummern an Bord ab und fährt – begleitet von Helgoländer Börtebooten mit den Paten an Bord – über die Helgoländer Reede Richtung Norden, wo dann die farbmarkierten Tiere in die Freiheit entlassen werden.

Begleitet wird diese Aktion von mehr als 150 Hummerpaten, die zuvor über den Termin informiert wurden. „Einige der Paten werden extra zu diesem Ereignis anreisen“, freut sich Helgolands Tourismusdirektor Klaus Furtmeier, der – natürlich selbst auch Hummerpate – die Aktion mit begleiten wird.

 

Seit Dezember 2007 vergeben die „Bio“ und die Kurverwaltung Helgoland als Kooperationspartner Patenschaften für Hummer.

 

Bisher haben gut 1.560 Freunde dieser Krebsart eine Patenschaft für den Hummernachwuchs übernommen. Sie unterstützen damit finanziell die Aufstockung des Helgoländer Wappentieres, das eine ökologisch wichtige Rolle in der Artengemeinschaft des Helgoländer Felssockels spielt. Dieses Projekt soll den Bestand vor einem weiteren Rückgang bewahren und eine Erholung fördern. Im Labor der BAH ziehen Wissenschaftler Hummer vom Ei über frei schwimmende Larvenformen bis hin zu vier Zentimeter großen bodenlebenden Junghummern auf.

 

„Bevor die Tiere ins Freiland entlassen werden, bekommen sie eine Farbmarkierung, die dazu dient, sie später von Wildfängen zu unterscheiden“, so Dr. Isabel Schmalenbach, die von den Fischern und vom Institut gefangenen Hummer begutachtet, um über das Verhältnis der markierten zu nicht markierten Tieren die Bestandgröße zu ermitteln. Weiterhin liefern die Daten wichtige Erkenntnisse über die Größenverteilung, die Wachstumsraten und die Standorttreue der Tiere. Diese wissenschaftlichen Studien zeigen zudem, dass die einjährigen Jungtiere gute Überlebens- und Entwicklungsbedingungen im Freiland vorfinden.

 

Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Helgoländer Fischer, die mit ihren Körben den Hummer als Beifang anlanden und sich verpflichtet fühlen, eng mit der „Bio“ zu kooperieren.

Die für die Aufzucht notwendigen trächtigen Weibchen werden von den Fischern bei der „Bio“ abgeben. Je mehr eiertragende Weibchen für die Aufzucht zur Verfügung stehen, desto höher ist die genetische Vielfalt des aufgezogenen Nachwuchses. Die Fischer bringen auch die markierten Tiere und mittlerweile auch die eierlosen, vermarktungsfähigen Weibchen zur BAH. Diese Weibchen nehmen einen wichtigen Anteil am Vermehrungspotenzial des Bestandes ein. Die Abgabe und das anschließende Zurücksetzen dieser Weibchen ist die Grundlage für eine schonende Hummerfischerei. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass eine Wiederaufstockungsmaßnahme in großem Stil den Bestand langfristig anheben könnte. Jeder ausgewilderte Hummer trägt zum Erhalt der Helgoländer Population bei.

 

Die Übernahme einer Hummerpatenschaft ist denkbar einfach: Auf der Internetseite www.helgoland.de/interessen/forschung-und-lehre.html kann sofort die Patenschaft angemeldet werden.

 

 

Text: Dr. Isabel Schmalenbach, Biologische Anstalt Helgoland, Klaus Furtmeier, Kurverwaltung Helgoland

 

 

Hinweis zu den beigefügten Photos:

Abdruck bei Nennung des Photographen (Uwe Nettelmann bzw. Isabel Schmalenbach, Zusatz jeweils bitte: AWI – Alfred-Wegener-Institut) honorarfrei – Belegexemplar erbeten!

 

Bildbeschreibung:

Bild 1: Ein ausgesetztes markiertes Hummerweibchen. (von Uwe Nettelmann)

Bild 2: Ein aufgezogener Junghummer. (von Isabel Schmalenbach)

 

 

 

Kontakt

Kurverwaltung Helgoland


Lung Wai 28
27498 Deät Lun / Helgoland

Tel.: 04725-8143-0 (Zentrale)
Fax: 04725-8143-28

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