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Helgoland, 26. Juni 2011, 19.00 Uhr – Mit großer Spannung wurde das Ergebnis des heutigen Bürgerentscheides auf Helgoland erwartet. Die 1.312 wahlberechtigten Inselbewohner hatten die Frage zu beantworten, ob die Hauptinsel und die Düne mittels einer Sandaufspülung verbunden werden sollen (Wortlaut des Bürgerentscheides: „Sind Sie für eine Landgewinnung durch eine Verbindung der beiden Inselteile Helgolands? – Ja oder Nein“).

Hier das vorläufige endgültige Wahlergebnis:

Wahlberechtigte: 1.312

Abgegebene Stimmen: 1.068

Davon gültige Stimmen: 1.065

Mit „Ja“ antworteten: 482 (= 45,26%)

Mit „Nein“ antworteten: 583 (= 54,74%)

Wahlbeteiligung: 81,40 %

Gemäß § 16 g Abs. 7 der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein ist damit die gestellte Frage entschieden, da sie von der Mehrheit der gültigen Stimmen beantwortet wurde und diese Mehrheit mindestens 20% der Stimmberechtigten beträgt.

Formal steht damit zunächst fest, dass dieses Votum die Wirkung eines endgültigen Beschlusses der Gemeindevertretung hat und dass dieser Bürgerentscheid innerhalb von zwei Jahren nur durch einen Bürgerentscheid geändert werden kann. Fest steht damit auch, dass der typische Zwei-Insel-Charakter mit Hauptinsel, Düne und Reede erhalten bleibt – übrigens ein Votum, das vor allem auch die vielen Stammgäste und Urlauber Helgolands unterstützen.

Bürgermeister Jörg Singer und Tourismusdirektor Klaus Furtmeier werten dieses Votum als „Herzensangelegenheit“ der Einwohnerinnen und Einwohner von Deutschlands einziger Hochseeinsel. „Trotz umfangreicher Information und vielen Veranstaltungen im Laufe der letzten Wochen zu diesem komplexen Thema glaube ich – so Singer –, dass viele Bürgerinnen und Bürger heute emotional entschieden haben“. Dies mache auch die vielfältigen Diskussionen in der letzten Zeit deutlich. Singer und Furtmeier freuen sich auch darüber, dass sich auf der Insel eine neue – in dieser Form bisher nie dagewesene – positive Gesprächs- und Diskussionskultur entwickelt.

Diesen Schwung gilt es jetzt mitzunehmen, um gemeinsam zu erarbeiten, wie der Fahrplan der Insel für die nächsten Jahre konkret aussehen kann. Aus diesem Grunde laden Bürgervorsteher Claus Wickidal und Bürgermeister Jörg Singer die Inselbevölkerung für den 6. Juli 2011 zu einer weiteren Bürgerversammlung ein, um gemeinsam über das Ergebnis und den Zukunftsweg zu sprechen. Denn – so Singer -, „das Allerwichtigste ist, dass wir zu EINEM WIR kommen.“

Dieses „Nein“ bedeutet nun selbstverständlich nicht, dass damit eine nachhaltige und zukunftsorientierte und zukunftsfähige Entwicklung unmöglich ist – im Gegenteil!

Vielmehr gilt es jetzt zu prüfen, wie eine andere Form der Landgewinnung realisiert werden kann – denn nicht zuletzt im kürzlich fertiggestellten Regionalentwicklungskonzept – unter Einbeziehung der Insulaner – wurde klar herausgearbeitet, dass neuer Entwicklungsraum für Helgoland dringend notwendig ist.

 

Gemeinsam wird nun zu prüfen und zu entwickeln sein, wie auf der Insel oder der Insel vorgelagert Flächen für Wohn-, Arbeits- und Gewerberäume sowie für zusätzliche touristische Infrastruktur geschaffen werden können. Dieses Verfahren beinhaltet, dass Gutachten z.B. hinsichtlich der Machbarkeit und der Finanzierbarkeit in Auftrag zu geben sein werden – technische, rechtliche und finanzielle Fragestellungen müssen erörtert und beantwortet werden. Auch werden nun Gespräche mit dem Land und potentiellen Investoren aufzunehmen sein.

Bis diese Fragen geklärt sind und ggf. die Inselerweiterung durch Schaffung zusätzlicher Flächen realisiert wird, gilt es, die vielen Projekte, die das kürzlich fertiggestellte Regionalentwicklungskonzept als Maßnahmen vorschlägt und von denen bereits einige in der Umsetzungsphase sind, gemeinsam und konsequent weiterzuverfolgen. Stellvertretend für viele Projekte seien der Ausbau Helgolands als Servicestützpunkt für die Offshore-Betreiber, die Modernisierung der Kurpromenade oder auch die weitere Umsetzung des Tourismuskonzeptes genannt.

Die Tourismusentwicklung auf der Insel zeigt in den letzten Jahren einen deutlichen Trend nach oben. So konnte z.B., so Tourismusdirektor Klaus Furtmeier, die Anzahl der Urlauber von 2007 bis 2010 um 29,5% (!) gesteigert werden – und auch die Übernachtungen legten in den letzten vier Jahren um erstaunliche 15,4 % zu; ebenso lässt die Entwicklung der letzten vier Monate eine gute Saison erwarten (+ 26,8 % mehr Urlauber sowie 22,5 % mehr Übernachtungen – jeweils im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Und die zuletzt stetig sinkende Zahl der Tagesgäste zeigt in diesem Jahr aktuell nach oben, dies nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund, dass seit dem 20. Mai 2011 – nach vier Jahren Pause – durch die Reederei Cassen Eils wieder eine Schiffsverbindung mit Bremerhaven besteht.

 

 

 



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