Helgoland, 16. Februar 2011 – Am 1. März jährt sich der Jahrestag der Freigabe Helgolands, an dem die Insel durch den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein zur Wiederbesiedlung nach dem 2. Weltkrieg freigegeben wurde und sich eine ungeahnte Aufbauleistung in Gang setzte, zum 59. Mal. Bis heute klingt dieser Wille, etwas gemeinsames Großes zu schaffen, nämlich die Inselheimat lebensfähig zu erhalten, in den Bewohnerinnen und Bewohnern Helgolands nach. Dieser (Feier-)Tag, zu dem Bürgervorsteher Claus Wickidal und Bürgermeister Jörg Singer alle Helgoländer und Gäste einladen, bedeutet auch kritisches Nachdenken darüber, wie gemeinsam die Zukunft der Insel gestaltet werden soll – dies ganz besonders als Vorbild für die kommenden Generationen.
Der 1. März ist ein bedeutender Tag für die Helgoländer, der auch entsprechend in der Nordseehalle (ab 20 Uhr) gefeiert wird; für die Ausrichtung des bunten Abends konnten u.a. die Helgoländer „Karkfinken“, die „Halunner Songers“ sowie die Helgoländer Volkstanz- und Trachtengruppe gewonnen werden.
Die Senioren treffen sich am Vortag (28. Februar) um 15 Uhr zur Feier im Gemeindehaus. Auch dieses Programm wird von Helgoländer Vereinen gestaltet. Für die Ausrichtung zeichnet hier der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in enger Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche St. Nicolai verantwortlich.
Ganz besonders laden Bürgervorsteher Wickidal und Bürgermeister Singer zum Mitternachtsgottesdienst am 28. Februar um 23.15 Uhr in die St. Nicolai Kirche ein.
Alle Einwohnerinnen und Einwohner werden herzlich gebeten, am 1. März ihre Häuser mit den grün-rot-weißen Flaggen zu schmücken.
Am Abend des 1. März wird (auf Vorschlag von Frau Hanne Siemund-Dähn) übrigens auch Prof. Nils Århammar nach einer entsprechenden Beschlussfassung der Gemeindevertretung mit der Ehrung „Verdienter Bürger Helgolands“ ausgezeichnet. Århammar hat sich in einzigartiger Weise um den Erhalt der Helgoländischen Sprache verdient gemacht. Seit 1974 bis heute veröffentlichen er und seine Frau Ritva sehr gut recherchierte kultur- und familiengeschichtliche Beiträge und Inhalte u.a. von Tonbanderzählungen auf Helgoländisch. 1987 brachten er und seine Frau zusammen mit der vor kurzem verstorbenen Mina Borchert das Helgoländische Lehrbuch „Wi lear Halunder“ heraus, wonach noch heute in der James Krüss Schule und der Volkshochschule unterrichtet wird.
Die Helgoländer haben Herrn Prof. Århammar, der im August seinen 80. Geburtstag feiern wird, sehr viel zu verdanken. Er hat maßgeblich für die Grundlage gesorgt, dass das Helgoländische in der Schrift festgehalten und lebendig bleibt.
Hinweis zum beigefügten Photo: Photo Lilo Tadday, Helgoland – » www.tadday-foto.de
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