Die MS „Atlantis“ schmückt wieder die Helgoländer Reede
Seit die MS „Atlantis“ am 01. Mai 2011 ihren Liegeplatz vom Südhafen auf die Helgoländer Reede verlegt hat, ist für sie wieder traditionelles Ausbooten mit den Helgoländer Börtebooten angesagt.
Wer die klassisch-maritime Seereise dem schnellen Katamaran „Halunder Jet“ vorzieht, kann täglich (Wind und Wellen vorbehalten) bis zum 30. September 2011 von Cuxhaven aus die Hochseeinsel Helgoland anlaufen. Bis zu 1000 Passagiere finden auf der „Atlantis“ in sechs klimatisierten Salons und auf den Freidecks Platz. Für Kinder gibt es im Spielzimmer reichlich Spielzeug und ein Kinderkino.
Während der Winterpause wurde das Hauptdeck komplett mit einem neuen Boden in Schiffsparkett-Optik versehen, die Sitzmöbel im unteren Salon neu gepolstert und die Navigationsausrüstung durch modernste Radaranlagen erweitert.
Das Achterdeck schmückt jetzt der im letzten Jahr dem „Anker-Krebs“ zum Opfer gefallene, in Amtshilfe vom AWI gehobene und vom WSA an Deck gehievte, entrostete und neu lackierte Anker.
Neu ist in diesem Jahr auch das elektronische Scann-Verfahren für die Fahrkartenkontrolle und -entwertung an der Gangway. Das Handgerät ist über UMTS mit dem Reservierungssystem verbunden und kann somit die Gültigkeit jeder Fahrkarte sekundenschnell abgleichen. Das hat für die Passagiere diverse Vorteile: Der Fahrgast kann sein Ticket auf dem PC zu Hause ausdrucken, der Verlust einer Fahrkarte stellt kein Problem mehr dar und das Umbuchen wird wesentlich leichter. Selbst die anfänglichen Skeptiker sind inzwischen von dieser Neuerung begeistert!
Erstmals in diesem Jahr ist auch eine symbolische Trauung auf der „Atlantis“ buchbar. Das Basispaket beinhaltet einen bevorzugten Check-in für das Brautpaar und seine Gäste, die Hochzeitszeremonie, die von dem Kapitän oder dem 1. Offizier geleitet wird und eine Hochzeitsurkunde. Nach Deutschem Recht muss diese Eheschließung allerdings nochmals vor einem Standesamt vollzogen werden, um Gültigkeit zu erlangen.
Weitere Leistungen wie Sektempfang und Catering werden von der Bordgastronomie angeboten.
In Zusammenarbeit mit dem Hamburger Architekturbüro a-tour bietet die FRS Helgoline in dieser Saison erstmalig Architektur-Führungen auf Helgoland an. Eng mit der Inselgeschichte verbunden und durch Denkmalschutz und andere Auflagen nicht immer freiwillig erhalten, ist der Charme der 50er Jahre auf Helgoland unübersehbar. Architekt Thorsten Stern erläutert auf einem Rundgang die wichtigsten Eckpunkte des Inselbildes.
All diese Neuerungen wurden bei der Schiffsbegrüßung von BGM Jörg Singer, Tourismusdirektor Klaus Furtmeier und der Helgoländer Delegation freudig vernommen und als Zeichen für den sehnlich erwarteten Aufschwung gewertet.
Im Gegenzug konnte auch der Pressesprecher der Börte, Karl-Heinz Hottendorf, Erfreuliches berichten:
2 Gemeindeboote wurden auf der Werft in Cuxhaven überholt, das Boot „Uranus“ erhielt einen neuen Motor, ein Mitarbeiter hat sein Kleines-Fischerei-Patent bestanden. Somit stehen zum Ausbooten 8 Bootsführer und 8 Boote (zusätzlich eines in Reserve) zur Verfügung. Die Börte besteht zur Zeit aus 23 Männern und einer Frau.
Bei der Gelegenheit kam auch das reparaturbedürftige und seit mindestens 10 Jahren gesperrte Süd-Ost-Ufer des Binnenhafens zur Sprache. Denn bei Osten-Wind müssten die Börteboote genau dort liegen, um sich an der gegenüberliegenden Hafenmole „nicht zu Tode zu rollen“. Hier konnte BGM Singer die erlösende Auskunft geben, dass dieses Projekt binnen der kommenden 2 Jahre in Angriff genommen wird.
Ilse Mangelsdorf





