Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen nimmt E.ON Hanse-Seekabel in Betrieb – Helgoland ist am Netz
Helgoland/Quickborn, 30. November 2009 – Ab heute ist Helgoland offiziell ans schleswig-holsteinische Stromnetz angeschlossen. Durch einen Knopfdruck nahmen heute Ministerpräsident Carstensen und Hans-Jakob Thiessen, Vorstandsvorsitzender der E.ON Hanse AG, das rund 53 km lange Seekabel (Investitionssumme rund 20 Mio. €) von St. Peter-Ording nach Helgoland in Betrieb. Das ca. 800 Tonnen schwere Kabel wurde in der Rekordzeit von nur 12 Tagen von St. Peter-Ording zu Deutschlands einziger Hochseeinsel gebracht.
Bislang basierte die Stromversorgung der Insel auf älteren Dieselaggregaten, deren störungsfreier Betrieb langfristig nicht mehr sichergestellt war. Die Dieselmotoren zur Stromerzeugung bleiben jedoch als Reserve erhalten. Dank des Seekabels müssen die Dieselaggregate aber nicht mehr laufen, wodurch die Feinstaubwerte und die CO2-Emissionen auf der Insel deutlich gesenkt werden können.
Außerdem mussten in der Vergangenheit bis zu zwölf Tankschiffe im Jahr die notwendigen Treibstofflieferungen zur Insel bringen. Diese Lieferungen stellten eine zusätzliche Belastung der Umwelt dar. Darüber hinaus entfällt in Zukunft die hohe Abhängigkeit vom Ölpreis, dessen Entwicklung nicht absehbar ist.
Länge des Seekabels: ca. 53 Kilometer
Durchmesser der Kabels: 100 Millimeter
Gewicht des Seekabels: ca. 800.000 Kilogramm
Einspültiefe auf See: ca. 1,5 Meter
Spannungsebene: 30.000 Volt
Übertragbare Leistung: 5.000 kW
Eingespartes CO2: ca. 8.000 Tonnen pro Jahr
Die offizielle Eröffnung fand zeitgleich in Quickborn sowie auf Helgoland (in den Räumen der Versorgungsbetriebe) statt und wurde per Videokonferenz übertragen.
Auszüge aus der Pressemeldung der E.ON Hanse
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Bild: Kurverwaltung Helgoland
Abgebildete Personen (v.l.n.r.): Peer Hornbruch, Schülersprecher James-Krüss-Schule Helgoland; Friedhelm Meyer, Geschäftsführer Versorgungsbetriebe Helgoland; Bürgermeister Frank Botter; Bürgervorsteher Claus Wickidal; Jan Grünewald, Schülersprecher; Rüdiger Schulze-Jander, Geschäftsführer Energie-Erzeugungswerke Helgoland




