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Foto: Bettina Köhn
 
Fremdenverkehrsverein Helgoland wieder Aktiv

 

Fremdenverkehrsverein Helgoland wieder aktiv

 

Nachdem 2006 zuletzt eine Zusammenkunft der eingetragenen Mitglieder stattgefunden hatte, hatte der derzeitige Vorsitzende Claus Wickidal Ende September zur Versammlung in den „Bielefelder Hof“ eingeladen. In seinem Bericht zur derzeitigen Lage regte er an, dass der Fremdenverkehrsverein Helgoland seine Interessen wieder verstärkt vertreten solle, in dem er seine Vorschläge in die verschiedenen Tourismusforen mit einbringt, z.B. bei der Umsetzung des Tourismuskonzeptes, des regionalen Entwicklungskonzeptes, des Hafenkonzeptes oder der Neugestaltung der Kurpromenade und der weiteren Entwicklung des Bungalowdorfs auf der Düne.

Gerade Vermieter mit kleineren Häusern und nicht so hohen Bettenkapazitäten können in diesem Verein ihre Belange vorbringen und im Verbund mit anderen Vermietern als stärkere Interessensgruppe auftreten.

In dem weiteren Tagesordnungspunkt Wahlen wurde Claus Wickidal als erster Vorsitzender für zwei Jahre wieder gewählt und der stellvertretende Vorsitzende Klaus Friedrichs für ein Jahr bestätigt. Des weiteren wurden gewählt: Wolfgang Wicke als Schatzmeister für zwei Jahre, Ulrike Riepenhusen als Schriftführerin für ein Jahr und Bettina Köhn sowie Wencke Althof als Rechnungsprüferinnen für ein bzw. zwei Jahre.

 

Als Gast hatte man den Tourismusdirektor Klaus Furtmeier eingeladen und ihm zur touristischen Weiterentwicklung Helgolands einen umfangreichen Fragenkatalog gestellt. Klaus Furtmeier konnte zur bisherigen Saison dieses Jahres ausführliche Informationen geben und alle Fragen beantworten:

Bis Ende August 2009 hat Helgoland 2,7 Prozent weniger Gästeankünfte, bedingt durch eine verkürzte Fahrtzeit der MS „Helgoland“ um 34 Tage im Vergleich zum vergangenen Jahr. Außerdem ist der Katamaran „Polarstern“ vollständig weggefallen. Außerdem gab es bei den anderen Schiffen ebenfalls einige Fahrtausfälle, bedingt durch schlechtes Wetter oder technische Schwierigkeiten. Die Tendenz sei trotzdem zufriedenstellend. 2 Prozent Übernachtungen mehr als 2008 sind positiv zu bewerten. Die Übernachtungszahlen sollten trotzdem gesteigert werden und dabei auch der Tagestourismus nicht außer acht gelassen werden. In den Wintermonaten sei das Potenzial im Vergleich zu 2008 um 20 Prozent gesteigert worden.

Die Saisoneröffnung auf der Düne im Jahr 2010 erfolgt bereits am 1.4. des Jahres.

Im Bereich der Werbung möchte man im Helgolandprospekt die Texte aus eigener Feder mit Helgoländern, die ihre Insel besonders darstellen, fortsetzen. Der Prospekt für 2010 kommt ca. Mitte November 2009 heraus. Desgleichen sollen die guten Kontakte zu den Medien weiter intensiv bearbeitet werden, um für Helgoland zu werben.

Im Rahmen von Messeauftritten, die in einer Gemeinschaftswerbung mit anderen Inseln und der Westküste durchgeführt werden, hat Furtmeier den veranschlagten Etat für jeden Teilnehmer von 20.000 € pro Jahr auf 12.500 €  für Helgoland senken können, was der Kapazität und Größe der Insel eher entspricht. Dazu muss erwähnt werden dass Helgoland die besten Prospektabgaben von allen auf den Messen erzielt. Cux-Land wirbt eigenständig für Helgoland mit Konzentration auf das nähere Einzugsgebiet. Immerhin reisen 80-90 Prozent der Gäste über Cuxhaven an. Der Katamaran wird auch 2010 für die Strecke Hamburg, Cuxhaven, Helgoland und zurück zur Verfügung stehen (Stand per 23.9.09).

 

Zum Dünendorf erwähnte Furtmeier, dass hier eine Privatisierung nicht stattfinden solle. Die Auslastung der nunmehr 25 Bungalows (2008: 15 Stück) sei 2009 weiter gestiegen und die Häuser waren im Juli und August vollständig ausgebucht. Der Oktober 2009 zeigte auch schon eine höhere Auslastung als vergangenes Jahr. Wünschenswert wäre es, wenn das Bungalowdorf schnell anwachsen könne, so Klaus Furtmeier weiter.

Zu Fragen zum weiteren Betrieb des Schwimmbades sagte der Tourismusdirektor, dass die derzeitigen, im Jahr 2008 neugestalteten Preise akzeptiert worden seien, das Schwimmbad aber trotzdem immer ein enormes „Zuschussgeschäft“ bleiben werde. In welche Höhen sich die Energiekosten durch den Wegfall der Ausnutzung der Abwärme des Kraftwerks nach Anschluss an das Stromkabel entwickeln werden, lässt sich noch nicht abschließend sagen. Außerdem wurden die erweiterten Sommeröffnungszeiten bis über das Ende der Herbstferien ausgedehnt. Die Revisionszeiten für 2009 sind vom 1.11.09 bis ca. 7.12.09 festgelegt und notwendig, um die planmäßigen Instandsetzungsarbeiten zu ermöglichen. Die Eintrittspreise bleiben vorerst stabil.

Zum Betrieb der Börte meinte Furtmeier, dass nach seinem Kenntnisstand auch 2010 ausgebootet werde.

 

In einem abschließenden Punkt wurde von Claus Wickidal als wiedergewähltem Vorsitzendem nochmals hervorgehoben, dass sich der Verein in Zukunft verstärkt wieder in das touristische Geschehen der Insel einbringen möchte und die Plattform und das Sprachrohr der Kleinvermieter sein soll. In diesem Rahmen kamen dann von den Mitgliedern etliche Anregungen, die vielleicht kurzfristig mit wenigen Mitteln ausgeführt werden können:

-          Beleuchtung der Schaukästen auf der Insel

-          Strand um die Jugendherberge aufräumen

-          Inselführungen nicht nur privatisieren, sondern auch wieder verstärkt über die Kurverwaltung anbieten

-          Treppenstufen beim Klippenrandweg sichtbarer kennzeichnen und auch Rollstuhlfahrer durch Schilder an den Treppen vorbeiführen

-          Bänke und Zäune entlang des Weges sorgfältiger in Stand bringen, damit hier von Allen diese Besonderheit der Insel weiter intensiv genutzt werden kann

-          Preisauskünfte für Pflasterung rund um die Themenpyramiden für ein besseres Bild einholen, auch Patenschaften dafür einwerben (vielleicht durch ansässige Baufirmen)

Mit diesen Vorsätzen und Verbesserungsvorschlägen schloss Claus Wickidal die Versammlung des Vereins, nicht ohne nochmals darauf hinzuweisen, dass man sich gut für diese Insel engagieren kann, damit Helgoland weiterhin für Insulaner und Gäste attraktiv bleibt.

 

Bildunterschrift: v.l.n.r.: Vorsitzender Claus Wickidal, Schriftführerin Ulrike Riepenhusen, Tourismusdirektor Klaus Furtmeier

 

Text und Foto: Bettina Köhn